Mein Tipp des Tages
PMS reduzieren per Frühstück
Prämenstruelles Syndrom. „Gestandene“ Männer bezeichnen so etwas sehr gerne als Zipperlein, also nicht ernst zu nehmen. Wenn allerdings zu einem PMS auch Migräne-Attacken gehören, ist das schon eine ziemlich unangenehme und auch ernste Sache, die auf einige gesundheitliche Defizite schließen lässt.
Eine Sache zur ersten und angeblich wichtigsten Mahlzeit des Tages kann PMS allerdings reduzieren helfen, die Kombination Eiweiß – Vitamin B6. Zum Beispiel in Aufschnitt von der Putenbrust (Achtung: nicht geräuchert).
Damit schlagen Sie drei Fliegen mit einer Klappe: Erstens werden die PMS-verstärkenden Effekte des morgendlichen Kaffees ausgeglichen, zweitens nimmt das Verlangen nach Kaffee insgesamt ab und drittens stärkt diese Combo das autonome und das Zentralnervensystem – und entzieht damit einem PMS den Boden.
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Lesen Sie in dieser Ausgabe von Top-Gesundheitstipps:
Nahrungsergänzung: Was wirklich hilft?!
Andreas Ulmicher,
Heilpraktiker & Chefredakteur |
Liebe Leserin, lieber Leser,
heute schon Nährstoffpillchen geschluckt? Die Rede ist von so genannten Nahrungsergänzungsmitteln. Für die gibt es ja einen gigantischen Markt, gerade in Deutschland.
Aber wie das halt so ist im Leben: Manche Nahrungsergänzungsmittel haben einen bestimmten Nutzen. Aber viele sind überflüssig, bewirken nicht wirklich einen Vorteil für den Anwender und dienen allein dem Portemonnaie des Verkäufers. Viele Heilpraktiker tummeln sich zwar auf diesem lukrativen Markt, aber was das angeht, gehe ich mit vielen meiner Berufskollegen nicht überein.
Bestimmte Vitamin- und Nährstoffkombinationen mögen medizinisch geboten sein: Bei Mangelerscheinungen aufgrund von Verdauungskrankheiten beispielsweise, Burnout-Syndrom, Schwangerschaft oder chronischen Krankheiten. Andere braucht der Mensch nicht wirklich, beziehungsweise es bringt ihm keinen Vorteil.
Top-Gesundheitstipps erklärt Ihnen heute einiges Grundsätzliche zum Thema Nahrungsergänzungen.
Nahrungsergänzung: Was wirklich hilft?!
Wenn ich etwas empfehle, muss ich davon auch überzeugt sein. Das geht mir über den zu realisierenden Verdienst. Wenn jemand nämlich 100 Euro (oder mehr) im Monat für ein bestimmtes Mittel ausgibt, ohne den geringsten Nutzen, würde ich in keinem Falle dahinter stehen. Da gibt es zum Beispiel so eine (abgewetzte) Floskel: Nahrungsergänzungen und zusätzliche Vitamine sind heute notwendig, um den Mangel der Nahrungsmittel von künstlich gedüngten und ausgelaugten Böden auszugleichen. Vor allem Vitamine und Mineralstoffe werden dann gern als „notwendige Ergänzung für den gesundheitsbewussten Menschen“ angepriesen. Nett formuliert und gemeint. Doch leider falsch.
Denn echte Mangelerscheinungen an diesen Vitaminen und Mineralstoffen waren noch nie so selten wie heute. Oder kennen Sie persönlich jemanden, der an Skorbut, Beriberi oder der Kwashiorkor-Krankheit leidet? Also, ich nicht. Auch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen in allerschönster Regelmäßigkeit, dass die Vitaminmangelhypothese in „modernem“ Obst und Gemüse nicht stimmt. Nahrungsergänzungsmittelvertreiber sehen hinter diesen Studien dann meist eine Verschwörung von Industrie und Pharmazie…
Das Problem ist aber eigentlich ein ganz anderes…
Es könnte nämlich durchaus sein, dass „da etwas fehlt“. Aber das sind nicht Vitamine. Oder Mineralien. Sondern sekundäre Pflanzenstoffe. Denn diese, häufig so genannte Phytosterole (die bekanntesten sind Salvestrole und hier besonders das Resveratrol), bilden sich nämlich in starken, robusten Pflanzen aus, die einer ökologischen Konkurrenzsituation ausgesetzt sind. Die sich also gegen Fraß, Verbiss durch Tiere und Verdrängung durch andere Pflanzen zur Wehr setzen müssen. Und die auf ein „natürliches Nährstoffangebot“ angewiesen sind. Sprich: Wildpflanzen.
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So genannte sekundäre Pflanzenstoffe
sind in Wirklichkeit primär
Lange Zeit waren diese Stoffe Stiefkinder der Lebensmittel- und Vitalstoffforschung. Doch neueste Forschungen legen an den Tag, dass diese wichtiger für den Menschen sein können als Vitamine. Denn: Ihre Zellschutzfunktionen sind um ein Vielfaches höher als die von Vitaminen wie Provitamin A, Vitamin C und anderen. Und: An ihnen kann tatsächlich ein Mangel bestehen.
Alte Menschen beispielsweise bekommen nur wenig von ihnen, v.a. wenn Sie auf Pflege angewiesen sind, ihre Gebiss- und Verdauungsfunktion eingeschränkt sind. Wenn ich mir die Speisen, die bei verschiedenen Lieferservices für Essen für betagte Menschen auf dem Plan stehen, anschaue, nehmen dunkelgrüner Salat, Frischpflanzensäfte aus Wildkräutern und enzymreiches Obst auf der Prioritätenliste einen der hinteren Plätze ein oder besser, sind nicht vorhanden. Selbst wenn sie es wären, könnten die Senioren sie kaum verwerten. Magensaftmangel oder auch sonst schlechte Verdauung stehen dem vor.
Mangel nicht nur bei älteren Menschen
Viele kranke Menschen können ebenfalls nicht von diesen sekundären Pflanzenstoffen profitieren: Entweder ihre Verdauungsleistung ist beeinträchtigt oder aber sie vertragen die Pflanzen und Früchte, in denen sich die sekundären Pflanzenstoffe befinden, erst gar nicht. Oder sie nehmen sie nicht zu sich – aus welchen Gründen auch immer.
Ergänzung kann Sinn machen
Die sinnvollsten zu ergänzenden sekundären Pflanzenstoffe sind Anthocyane, OPC, Salvestrole. Eine Menge von diesen Stoffen kann man zum Beispiel bekommen, indem man täglich einen halben Liter grünen Smoothie trinkt: 200 g Himbeeren, 100 g Heidelbeeren, 150 g bitterer Salat (Rucola oder ähnliches, vor allen Dingen dunkelgrüne Blattsalate sind gut geeignet) oder Wildpflanzensalate wie Löwenzahnblätter, ein Schuss Weizengrassaft (aus dem Reformhaus), eine Tasse Wasser und, damit das Ganze nicht so herb schmeckt, eine oder zwei Trockenfeigen oder wahlweise ein Stück Ananas (frisch) in einem Mixer fein pürieren.
Damit bekommen Sie so viele von den sekundären Pflanzenstoffen, dass Sie eigentlich von daher gesehen kein weiteres Obst mehr zu sich nehmen müssen. Außerdem enthält dieser Mix zahlreiche Enzyme mit allen Vorteilen für den Stoffwechsel wie verbesserte Fettverbrennung, verbesserte Verdauung und Entzündungshemmung.
Oder Sie ergänzen, vor allem falls das gar nicht geht (manche Menschen mit einer chronischen Verdauungsentzündung, chronischer Niereninsuffizienz, einem Kurzdarm durch OP können diese Mischung nicht vertragen) wirklich mit der Nährstoffpille. Besser ist natürlich dieser Weg.
Ein Tipp noch dazu: Victoria Boutenko, die Erfinderin dieser Methode, sagt, man könne diese grünen Smoothies bis zu drei Tage kalt stellen. Ich empfehle, sie immer frisch herzustellen.
Der Grund: Sofort nach dem Herstellen verliert der Smoothie durch Luftkontakt an antioxidativem Potential.
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Ich wünsche Ihnen alles Gute und freue mich auf Ihre Antwort.
Ihr

Andreas Ulmicher
Chefredakteur Top-Gesundheitstipps
http://www.top-gesundheitstipps.de
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