Mein Tipp der Woche
Wintersonne und sonstige Vitamin-D-Quellen
Einem Kollegen von mir in einem Gesundheits-Forum ist folgender Spruch zu danken: „Fast alle Menschen, die nördlich einer Breite leben, die der von Rom entspricht, dürften an Vitamin-D-Mangel zu leiden haben.“
Vielleicht nicht pauschal zutreffend (es gibt auch nördlich von Rom sehr sonnige Gegenden und überdies Gebirgsregionen, in denen die Sonne besonders intensiv scheint) – Vitamin D, beziehungsweise zu wenig davon, kann zwischen November und Februar zum Problem werden, wenn die Sonne am niedrigsten steht und noch dazu selten scheint.
Außerdem können Sie bei der Kälte bestenfalls Gesicht und Hände der heilsamen Strahlung aussetzen. Wie viel ist genug? Schwer zu sagen – in Mitteleuropa. Eine Dreiviertelstunde sollte es sein. Bei Sonnenschein. Pro Tag. Wesentlich mehr wird es beim meist trüben Winterwetter.
Übrigens: Solarien sind kein optimaler Ersatz, da durch die herausgefilterten UVB-Strahlen die Vitamin-D-Produktion kaum angeregt wird. Wenigstens teilweise Abhilfe schaffen kann hingegen immer wieder ein herzhaftes Pilzgericht: Sowohl Pfifferlinge, als auch Steinpilze und Champignons enthalten erwähnenswerte Mengen Vitamin D!
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Lesen Sie in dieser Ausgabe von Top-Gesundheitstipps:
Vitamine:
Wann sind sie nützlich, wann werden sie wirklich gefährlich?
Andreas Ulmicher,
Heilpraktiker & Chefredakteur |
Liebe Leserin, lieber Leser,
Vitamine sind wieder einmal tödlich. Während ich diese Zeilen schreibe, berichtet der aktuelle „Spiegel“ über die „verheerenden Gefahren“ die von den Nahrungsergänzungen ausgehen. Tausende Tote durch Vitaminpillen? Schlägt ein Online-Nachrichtenmagazin in die gleiche Kerbe. „Schmarrn!“ möchte man da doch am liebsten gleich ausrufen.
Aus diesem Anlass ergänze ich das schon einmal gebrachte Thema bei Top-Gesundheitstipps durch ein kleines Update der bereits im August 2011 erschienenen Ausgabe zum Thema „Vitamine“. Wann sind Vitamine nützlich, wann werden sie wirklich gefährlich? Hier einige Erkenntnisse, die Sie sicherlich überraschen werden...
Vitamine: Wann sind sie nützlich,
wann werden sie wirklich gefährlich?
Hilfe, meine Vitamine töten mich!
„Nikotin ist ein langsam tötendes Gift!“ klärt die besorgte Ehefrau ihren rauchenden Gatten auf und der antwortet schlagfertig: „Weiß ich. Aber ich kann nicht extra wegen dir Arsen rauchen!“ Geht es nach der Meinung bestimmter Wissenschaftler, ist auch Vitamin E so ein „langsam tötendes Gift“.
„Sterblichkeit bei der Langzeit-Einnahme von Vitamin E (400 i.E.) pro Tag erheblich erhöht.“ So wird ein Ergebnis einer Studie von 2009 angeführt und sehr gerne als Paradebeispiel für die Gefährlichkeit von Vitaminen als Nahrungsergänzungen aufgeführt.
Allerdings: Einige „Kleinigkeiten“ werden dabei sehr gerne unterschlagen:
- Die Dosis der Langzeitstudie liegt bei 400 i.E., was weit über der empfohlenen langfristigen Höchstdosierung von 300 i.E. liegt. Übrigens, der Tagesbedarf für Vitamin E liegt bei 6 bis 8 i.E. (Sprich: internationale Einheiten), was übrigens 4-6 mg entspricht.
- In der Studie wurde kein natürliches Vitamin E verwendet, sondern D-Alpha-Tocopheryl-Acetat. Und wenn Sie irgendwo „Tocopheryl“ statt „Tocopherol“ lesen sollten, heißt es aufgepasst: Es handelt sich nämlich um künstliches Vitamin E!
- Es handelt sich auch nicht um ein „vollständiges“ Vitamin E. Zurzeit sind nämlich insgesamt 16 Tocopherole bekannt, die synergistisch wirken, also sich gegenseitig ergänzen. Mit einem allein erzielen Sie daher eher keine gesundheitsfördernde Wirkung.
400 internationale Einheiten! Sie müssten eine ganze Flasche Pflanzenöl trinken, um so viel Vitamin E über die Nahrung zu bekommen. Jeden Tag! Da können Sie sich sicherlich vorstellen, dass diese Mengen nicht unbedingt gesundheitsförderlich sind. Wie heißt es doch so schön: „Die Dosis macht das Gift!“
Achten Sie bei Vitaminen auf den UL,
den „Tolerable Upper Intake Level“
Für bestimmte Vitamine (für Mineralien und Spurenelemente natürlich genauso) existierten Höchstmengenempfehlungen, die bei langfristigem Gebrauch nicht überschritten werden sollten: Zum Beispiel für Vitamin A, B3, B6, Folsäure, D, und E.
Normalerweise werden diese in Kombinationspräparaten nicht überschritten, können aber in Monopräparaten (Einzelvitaminen) gelegentlich überschritten werden. Einen Überblick über die Höchstmengen an Vitaminen finden Sie übrigens hier!
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Vitamine als Medizin
Vitamine als Medizin wurden zuerst in der so genannten orthomolekularen Psychiatrie eingesetzt, einer Fachrichtung, in der man psychische Leiden, von Autismus über Schizophrenie bis hin zu Alzheimer, mit hohen Dosen an Vitaminen (vor allem die wasserlöslichen B-Vitamine) wurden / werden hier eingesetzt.
In der Medizin finden Vitamine heute auch und vor allem Eingang in der Behandlung von Folgeschäden chronisch-degenerativer Erkrankungen (beispielsweise Diabetes und Arteriosklerose) und in der so genannten Supplementmedizin beispielsweise bei Patienten mit Verdauungserkrankungen und Schwächezuständen infolge von Krebserkrankungen, auch als Kachexie bezeichnet.
Bekannt ist die Anwendung von Vitamin B1 bei den Folgeschäden von Diabetes, den so genannten diabetischen Neuropathien (Nervenkribbeln, Taubheits- und Kältegefühl). Hierbei sind Vitamine als Einzelpräparate sinnvoll, so lange der Gesundheitszustand dies erfordert. Bestehen also keine Beschwerden mehr, sollte man auch keine Vitamine mehr nehmen – beziehungsweise höchstens eine so genannte Erhaltungsdosis, wenn die Therapie dies vorsieht.
Echte Mangelerscheinungen kommen auch bei uns vor!
Nicht nur Erkrankungen wie die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und Krebserkrankungen führen zu Mangelerscheinungen, sondern abseits vom „Ess-Paradies“ auch ein allzu sorgloser Umgang mit dem Verdauungstrakt (s. letzte Ausgabe).
Aber in solchen Fällen ist es in jedem Falle besser, den Verdauungstrakt mit natürlichen Mitteln wieder zu optimieren, als zu versuchen, mit Nahrungsergänzungsmitteln ständig einen Mangel auszugleichen. Wer an einer „zehrenden“ Krankheit leidet, das Gefühl hat, Mangelerscheinungen zu haben und darüber hinaus, dass sein Arzt wenig Interesse am Thema Nahrungsergänzung hat, sollte zusätzlich einen entsprechenden Experten aufsuchen.
Immer besser als Tabletten:
Natürliche Nahrungsergänzungen
Man nehme: 250 g grünes Blattgemüse, eine Handvoll Him- und Heidelbeeren, eine Birne, eine Tasse Kokoswasser – und verquirle dies alles einige Minuten kalt im Mixer. Mit diesem leckeren Getränk haben Sie an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Eiweißbausteinen und sekundären Pflanzenstoffen nahezu alles, was der Körper braucht – in einer Fassung, in der er es braucht. Unter Garantie besser als jede Vitamintablette!
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Ich wünsche Ihnen alles Gute und freue mich auf Ihre Antwort.
Ihr

Andreas Ulmicher
Chefredakteur Top-Gesundheitstipps
http://www.top-gesundheitstipps.de
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