Allergie - Mit natürlichen Mitteln bekämpfen

Allergie

Antihistaminika...für viele Allergiegeplagte eine echte Linderung. Allerdings: Auch wenn die Nebenwirkungen mit den Neuentwicklungen abgenommen haben, so ganz frei von unangenehmen Einnahmeeffekten sind sie nicht. Wie Sie mit 5 natürlichen Mitteln und Nahrungsergänzungen die Symptome von Allergien reduzieren.

Allergie? Das hilft wirklich...

Im Frühling und im Sommer, wenn man sich eigentlich freuen sollte, dass die warme Jahreszeit an die frische Luft lockt, gibt es eine Bevölkerungsgruppe, die umso mehr leidet, die Allergiker. Was umso schlimmer ist, da selbst nach wissenschaftstreuen Quellen mittlerweile mehr als ein Drittel aller Deutschen an irgendeiner Form von Allergien leidet.

„Antihistaminika“ sind eine Gruppe von Arzneimitteln, die Linderung von Allergien versprechen. Allerdings: Die Linderung wird mit Nebenwirkungen erkauft. Welche Alternativen aus dem Reich der Nahrungsergänzung und der Naturheilkunde gibt es? Nun, da wäre zum Beispiel ein „Vitamin“, das eigentlich ein Hormon ist, und in letzter Zeit für Furore sorgt...

Wie wirkt „Vitamin“ D – immunologisch?

Vitamin D, wie Sie wissen, eigentlich mehr Hormon, koordiniert das Immunsystem. Es stärkt zwar die Abwehrkräfte, hilft aber auch dabei, immunologische Überreaktionen wie bei Allergien und Heuschnupfen einzudämmen. Es aktiviert Anteile des unspezifischen Immunsystems wie beispielsweise die Fresszellen und hemmt überschießende Immunantworten über die „Th1/Th2-Regulation“.

Diese kompliziert klingende Bezeichnung besagt nicht anders, als dass „unkoordinierte“ Immunreaktionen gehemmt und koordinierte gefördert wurden. Einige Ärzte führen Allergien und Heuschnupfen auf einen Kalzium- und Vitamin-D-Mangel im Winter und Frühling zurück, wobei der Mangel an Kalzium eventuell auch indirekt durch die Mangel an Vitamin D bedingt sein kann und ein Kalziummangel allergische Reaktionen verstärken kann.

Während 1.000 internationale Einheiten, entsprechend 25 Mikrogramm, früher als Obergrenze für die Nahrungsergänzung angesehen wurden, sieht man sie nach dem neuesten Stand bei Vorliegen von allergischen oder Autoimmunkrankheiten eher als Untergrenze an. Wenn Sie Vitamin D als Nahrungsergänzung einnehmen wollen: Es ist recht preisgünstig und 4 Wochen mit 1.000 internationalen Einheiten pro Tag werden ganz sicher nicht schaden (als Erwachsener).

Wie wirken Omega-3-Fettsäuren?

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren. Sie werden vom Körper u.A. zur Bildung von Gewebshormonen benötigt, die man Prostaglandine nennt. Das Problem: Stehen mehr als drei Teile „Omega-6-Fette“ nur einem Teil „Omega-3-Fette“ entgegen, werden mehr dieser Gewebshormone gebildet, die im Körper entzündungsfördernd wirken.

Haben Sie ein Problem mit einer überschießenden Immunreaktion (wie bei einer Allergie) entstehen auf diese Weise im Körper Entzündungsherde (v.a. an den Schleimhäuten, auch des Darms) was Allergien verstärkt.

Wenn Sie Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzung einnehmen, verbessern Sie dieses Verhältnis. Wichtig: Je mehr der gängigen Pflanzenöle Sie mit der Ernährung konsumieren (also beispielsweise Distelöl, Rapsöl, Weizen- oder Maiskeimöl, Sonnenblumenöl), desto mehr Omega-3-Fettsäuren brauchen Sie zum Ausgleich.

Daher sollten Sie bei Salaten etc. eher auf Walnussöl oder Hanföl zurückgreifen (Leinöl ist noch besser, aber sehr empfindlich) und für alles, was erhitzt wird, auf gesättigte Fette: Butter, Palmkernfett/-öl und Kokosfett.

Der Allergie über das Histamin ein Schnippchen schlagen

Allergien haben immer etwas mit einer Histaminausschüttung zu tun. Zwar nicht mit dem Histamin, das Sie über Nahrungsmittel zu sich nehmen, wie beispielsweise durch gereiften Käse oder Geräuchertes, auch nicht unbedingt mit dem, das über bestimmte Nahrungsmittel im Körper verstärkt ausgeschüttet wird (so genannte „Histamin-Liberatoren“). Sondern mit dem, das Ihr Organismus als Antwort auf einen Immun-Reiz ausschüttet, bspw. über die so genannten Mastzellen, das sind Zellen des Immunsystems.

Dagegen helfen so genannte Mastzellenstabilisatoren, das sind Stoffe, die veranlassen, dass von den Zellen eben nicht so viel Histamin freigesetzt wird. Und dazu möchte ich ihnen vier Stoffe vorstellen: Drei bestechend simple – und einen, den Sie vielleicht noch nicht kennen. Zunächst einmal zu den simplen Stoffen...

Kalzium!

Reiseprofis haben immer einen Vorrat an Kalziumtabletten dabei, die Kalzium-Brausetablette kann Symptome lindern helfen, wenn Sie beispielsweise mal im Meer Kontakt mit Quallen hatten. Oder, wie es mir vor Jahren einmal passiert ist, mit dem äußerst giftigen Mittelmeerfisch, dem so genannten Petermännchen.

Oder dann, wenn sie sich zu lange der Sonne ausgesetzt haben und eine so genannte Sonnenallergie, auch Mallorca-Akne genannt, einhandeln. In allen drei Fällen lindert Kalzium. Bei Allergien auch. Denn Kalzium ist ein solcher Mastzellenstabilisator. Die Symptome von Allergien können so abgedämpft werden.

Andreas Ulmicher
Mein Fazit

Allergien gibt es in allen Schweregraden, von lästig bis lebensbedrohlich. Die letzteren Zustände gehören natürlich in die Hände der Medizin. Bei leichten Allergien, auch bei Heuschnupfen, gibt es allerdings natürliche Substanzen, die abseits der bekannten Antihistaminika lindern. Mittel- und langfristig wirken sich Omega-3-Fette, „Vitamin“ D und Kalzium positiv auf Allergien aus.

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