Altersdiabetes - Welche Rolle spielt die Ernährung?

Altersdiabetes

Altersdiabetes – eines der vielen Schreckgespenster unserer zivilisatorischen Lebensweise. Eine Erkrankung ist mit vielen, unangenehmen Konsequenzen verbunden, die viel Lebensqualität rauben können: zum Beispiel mit Impotenz. Oder Gedächtnisschwäche. Oder allgemein abnehmender körperlicher und geistiger Belastbarkeit. Oder Durchblutungsstörungen. Oder Augenleiden. Erfahren Sie hier, was Sie dagegen tun können! Denn auch bei Altersdiabetes gilt die Devise: Vorbeugen ist besser als heilen!

Wenn Sie erst einmal an dieser Erkrankung leiden, können Sie den Verlauf nur noch abmildern. Können dafür sorgen, dass sie lange Zeit nicht spritzen müssen. Aber: Falsch ist es, zu behaupten, Altersdiabetes (auch Typ II Diabetes genannt) sei für diejenigen ein unabwendbares Schicksal, die von Genen oder Anlagen von vornherein benachteiligt sind! Sie können sich vor diesem Schicksal schützen!

Sie können mit völlig problemlosen, angenehmen und bestens in den Alltag zu integrierenden Gewohnheiten dafür sorgen, dass Ihr Diabetes Typ II Risiko um 80 bis 90% verringert wird – und damit nur noch ein kleines, praktisch zu vernachlässigendes Restrisiko besteht.

Zum Beispiel über die Ernährung!

Wenn Sie jetzt an eine freudlose, fade Gesundheitsdiät denken, nur noch mit Rohkost, am besten vegan (ohne tierische Nahrungsmittel), fad, ungewürzt und ohne Fette, kann ich Sie beruhigen. Sicher, ein bisschen auf gesunde Ernährung müssen Sie schon achten, das ist klar! Aber eine Diabetes verhindernde Ernährung ist keine fade Angelegenheit für „Vegeterroristen“, wie sich ein bekannter Kabarettist mal ausdrückte. Sie müssen nur Folgendes beachten:

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Diabetes Typ II ist eine Degenerationskrankheit!

Diabetes Typ 2 ist eine Degenerationskrankheit, die aufgrund der Tatsache auftritt, dass bestimmte Dinge im Stoffwechsel älter werdender Personen nicht mehr so reibungslos ablaufen. Dazu gehört beispielsweise, dass die Bauchspeicheldrüse nicht mehr optimal arbeitet. Sie stellt weniger Insulin zur Verfügung. Die Bauchspeicheldrüse besteht aber aus zwei Anteilen: einem Anteil, der für die Hormone zuständig ist (also, für die Produktion von Insulin und Glukagon, einem Gegenspieler des Insulins), und einem Anteil, der Verdauungsenzyme produziert.

Naturheilkundliche Forschungen weisen darauf hin, dass der Anteil, der die Enzyme produziert, indirekt für die Insulinproduktion wichtig ist!

Da mit dem Alter allerdings die Enzymproduktion nachlässt, ist es wichtig, dass wir unseren Enzymhaushalt anregen. Mit ausreichend Enzymen besitzen wir bereits eine hervorragende Waffe zur Diabetesprävention! Damit steht die erste Regel für die Ernährung bereits fest:

Essen Sie reichlich Enzyme!

Enzymreiche Kost hilft beim Verdauen, und sie hilft auch ihrer Bauchspeicheldrüse lange stark zu bleiben. Essen Sie daher oft bittere Salate (wie Rucola oder Endivien), säuerlich schmeckendes Obst (z.B. Beerenobst) sowie auch immer mal tropisches Obst, wie z.B. Papaya oder Ananas. Sie können den Enzymhaushalt zusätzlich anregen, indem Sie enzymhaltige oder -stimulierende Nahrungsergänzungspräparate zu sich nehmen. Aber vergessen Sie nicht enzymreiches Obst und Salate, da diese auch helfen, Blutzuckerschwankungen zu minimieren.

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Starke Schwankungen des Blutzuckerspiegels fördern Diabetes II!

Unter den stärkehaltigen Nahrungsmitteln (Kohlehydrate) gibt es solche und solche: einige lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen, andere langsamer. Die, welche ihn schnell ansteigen lassen, sind jedoch von vornherein meist minderwertige Nahrungsmittel, wie Weißmehlprodukte.

Dass die ungesund sind, das ist inzwischen ein Allgemeinplatz. Aber es gibt noch einen Punkt, der mehr für Vollkornbrot und –produkte als für Weißmehl spricht: so fanden Wissenschaftler vor kurzem einen Wirkstoff im vollen Korn, der Blutzuckerschwankungen noch geringer werden lässt – dies wurde erst vor Kurzem in dem Online-Newsticker Journalmed veröffentlicht. „Ein Stoff im vollen Korn, der den Blutzucker im Zaum hält“ – und damit, nebenbei bemerkt, die Bauchspeicheldrüse entlastet! Daher:

Essen Sie Vollkornbrot!

Vollkornprodukte haben einen mäßigenden Einfluss auf die Schwankungen des Blutzuckerhaushaltes, der stärker ist als derjenige der meisten Obst- und Gemüsesorten. Übrigens: Im Zusammenhang mit Altersdiabetes fand man heraus, dass die sogenannte „Glyx Diät“ nicht so viel bringt. Sie ist zwar nicht verkehrt, aber nicht so von Vorteil, wie man glauben mag...

Der Grund: Mit zunehmendem Alter und den typischerweise in der zweiten Lebenshälfte vorhandenen Stoffwechselreaktionen benötigt man trotz des Diabetes-Risiko mehr Kohlehydrate (Stärke) und eher etwas weniger Eiweiß und Fett.

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Altersstoffwechsel und Nährstoffanteile

Mit zunehmendem Alter bauen die meisten Stoffwechselfunktionen ab, man spricht von einem „katabolen“ Stoffwechsel. Dieser zeichnet sich aus, dass die Energiefreisetzung (der Anstieg des Blutzuckerspiegels) natürlicherweise über die Energiegewinnung (Herstellung von Speicherenergie aus Zucker in der Zelle) dominiert. Und die wird durch Kohlehydrate, und zwar die richtigen Kohlehydrate, vermindert. Wir brauchen also im Alter weniger Eiweiß und Fett!

Fassen wir zusammen:

Die Kost, die Sie vor Diabetes schützt, sollte...

  • enzymreich
  • faserstoffreich (ballaststoffreich)
  • reich an hoch komplexen Kohlehydraten sein (Vollkorn) und moderate Mengen an
  • Fett und
  • Eiweiß

enthalten.

Eine Diät, die all diese Bedingungen auf einen Streich erfüllt, und ihren Nutzen in der Diabetes-Prävention wie auch Diabetes-Behandlung gleichermaßen erwiesen hat, existiert bereits! Es ist eine Diät, die geeignet ist, Bluthochdruck zu verhüten. Mehr zu dieser Diät finden Sie in einem Spezial-Report meines „Gesundheits-Briefs“.

  • Sie enthält Enzyme in der richtigen Menge
  • Sie enthält komplexe Kohlehydrate, die langsam in Zucker verwandelt werden
  • Sie enthält Ballaststoffe, ist aber leicht verdaulich und enthält die richtigen Mengen an
  • Eiweiß und Fett

Auch über Bewegung können Sie Ihr Diabetes-Risiko minimieren!

Und ich hoffe, Sie denken jetzt nicht an das „Abschinden“ im Fitnessstudio! Wenn Sie der Überzeugung sind, oder besser, bisher der Überzeugung waren, dass „viel auch viel hilft“, lassen Sie sich von mir eines Besseren belehren.

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Stress und Diabetes

Eine mindestens mittlere, oder gar hohe Trainingsintensität setzt bereits nach kurzer Zeit Adrenalin, nach etwas längerer Zeit Cortisol aus den Nebennieren frei, beides Stresshormone. Die Stresshormone sorgen dafür, dass mehr Energie freigesetzt wird als der Körper gewinnt, oder kurz: für einen erhöhten Blutzuckerspiegel. Der Körper wird in einen „Dauer-Alarmzustand“ versetzt, was man auch als „oxidativen Stress“ bezeichnet. Stoffwechselreaktionen werden ins Saure verschoben (für die Sportler unter Ihnen: erhöhte Laktatwerte!), die Zellalterung wird beschleunigt.

Bei länger andauerndem Übertraining erschöpfen die Mechanismen der Stressreaktionen mit ihren Hormonen, und deren Pegel sacken bedenklich ab, was man an Dauererschöpfung und vor allen Dingen an – Heißhunger nach Kohlehydraten!!! – bemerkt.

Lange Rede, kurzer Sinn: „Mehr ist nicht besser!“ In diesem Sinne meine Regel für wirklich gesundes Körpertraining:

„Treiben Sie Sport – nicht Stress!“

Sie werden es mir nicht glauben, aber Sie beugen Diabetes besser vor, wenn Sie mit Ihrem Partner händchenhaltend einen Waldspaziergang von einer Dreiviertelstunde machen, als wenn Sie erst eine halbe Stunde auf dem Ergometer sitzen und anschließend auch noch anderthalb Stunden Hanteln stemmen! Ich denke, man sollte nicht müde werden, immer wieder zu betonen, dass man seinen Körper moderat belasten sollte. Bewegen, aber nicht schinden lautet das Motto.

Was können Sie tun?

  • Eine Dreiviertelstunde Spazieren gehen
  • Genauso lange (moderat) Fahrradfahren
  • Eine Stunde gemütlich im Garten arbeiten
  • Auf einen See hinausrudern und dort die Seele baumeln lassen
  • Eine halbe Stunde Badminton spielen – miteinander, nicht gegeneinander!

Und nicht zuletzt, vergessen Sie nicht die Entspannung

Alles, was uns entspannt, und zwar angenehm entspannt (dabei schließen wir „entspannende“ Medikamente, Drogen und Alkohol ausdrücklich aus), senkt den Blutzuckerspiegel, aktiviert die Energiegewinnung. Der Körper verlagert die Lebensprozesse „nach innen“, er baut auf. Natürlich gibt es da solche Entspannungs-„disziplinen“ wie Yoga, autogenes Training oder andere. Aber wie wäre es denn mal damit?

Machen Sie aus Entspannung „SPASS UND ENTSPANNUNG!“

Gehen Sie in einen Wellnesstempel und lassen Sie sich mit einer Massage verwöhnen! Kuscheln Sie mit Ihrem Partner und lassen Sie aus dem Sex ein „es kann“ und kein „es muss“ werden! Schreiben Sie eine lustige Geschichte auf oder sehen Sie einen lustigen Film an. Oder nutzen Sie eine ruhige Minute, um mal so richtig schön zu „Tagträumen“ – von der großen Liebe, vom neuen Auto, vom nächsten Urlaub! Mit jedem schönen Gedanken, und sei er noch so unrealistisch, entstressen Sie – und senken Ihren Blutzucker.

SO BETREIBEN SIE AKTIV DIE BESTE DIABETES-PRÄVENTION, indem Sie...

Das richtige essen; Enzymreiche Kost mit langsam verbrennenden Kohlehydraten, vollwertig und mit der richtigen Nährstoffkombination (z.B. Spezial-Diät).

Sich richtig, das heißt naturgemäß bewegen; Hartes Training und sportliche Höchstleistungen bedeuten für den Körper Stress – und eine Steigerung des Blutzuckers! Spazieren gehen bringt Ihnen mehr als zwei Stunden Hanteltraining!

Sich richtig entspannen, nämlich mit Freude daran! Nur dann setzen Sie Ihrem vegetativen Nervensystem, das alleine zu rund 50% Ihren Blutzuckerspiegel kontrolliert, die richtigen Signale!

SO BETREIBEN SIE AKTIV DIE BESTE DIABETES-PRÄVENTION, indem Sie...

Das richtige essen; Enzymreiche Kost mit langsam verbrennenden Kohlehydraten, vollwertig und mit der richtigen Nährstoffkombination (z.B. Spezial-Diät).

Sich richtig, das heißt naturgemäß bewegen; Hartes Training und sportliche Höchstleistungen bedeuten für den Körper Stress – und eine Steigerung des Blutzuckers! Spazieren gehen bringt Ihnen mehr als zwei Stunden Hanteltraining!

Sich richtig entspannen, nämlich mit Freude daran! Nur dann setzen Sie Ihrem vegetativen Nervensystem, das alleine zu rund 50% Ihren Blutzuckerspiegel kontrolliert, die richtigen Signale!

Andreas Ulmicher
Mein Fazit

Es ist durchaus nicht so, dass Sie Kohlehydrate komplett meiden oder gar eine extreme Ernährungsform auf sich nehmen müssen, um das Diabetes-Risiko zu minimieren. Sie müssen auch nicht komplett auf Genuss verzichten. Eine enzymreiche, vollwertige, überwiegend vegetarisch ausgerichtete Ernährung und moderate Bewegung verringern das Diabetes-Risiko bereits um mehr als die Hälfte!

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