Aminosäuren - Warum sie so wichtig sind

Aminosaeuren

Sie sind die kleinsten Bausteine von Eiweiß - der Stoff, aus dem auch unsere Muskeln bestehen. Dennoch sind Aminosäuren nicht nur für Profisportler und Bodybuilder! Aminosäuren als Nahrungsergänzungen können so einiges positive im Körper bewirken. Hier einige Beispiele!

Eine Aminosäure gegen Depressionen!

Depressionen werden aus Stoffwechselsicht häufig durch einen Mangel an Serotonin verursacht. Serotonin ist ein Hormon, das im Gehirn, in größerer Menge im Darm vorkommt und unsere Gefühle beeinflusst. Wie gut es uns emotional geht, hängt an der Menge von freiem Serotonin im Gehirn. Die Aminosäure-Vorstufe 5-Hydroxy-Tryptophan kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden und erhöht den Spiegel an Serotonin im Gehirn - wir fühlen uns besser!

Wirksam gegen Arthrose und Stoffwechselstörungen der Leber!

Die Vorstufe einer Aminosäure, S-Adenosyl-Methionin, ist ein echtes Multitalent im Körper. Sie stärkt die Leber, hilft dem Körper bei der Entgiftung schädlicher Stoffe, wirkt als natürliche Substanz gegen Arthroseschmerz und wirkt für sich - auch abseits von Serotonin – stimmungsaufhellend. Klar: die Leber ist der Hormonproduzent im Körper, und wird sie gestärkt, hat sie mehr Kapazitäten zur Bildung von Hormonen, die unser Wohlbefinden steuern!

„Verzweigtkettige“ Aminosäuren stoppen den Abbau von Muskelmasse!

Im englischsprachigen Raum werden sie als Sport-Nahrungsergänzung gehandelt: „BCAA“, oder ausgeschrieben: Branch-Chained Amino Acids, verzweigtkettige Aminosäuren. Sie sind bei hartem Training nützlich, denn sie stoppen den Abbau der Muskulatur. Durch den Trainingsreiz hat man am Ende der Gleichung mehr Muskelmasse aufgebaut, da die verzweigtkettigen Aminosäuren Treibstoff für die Muskeln liefern. Für Sportler eine überlegenswerte Option.

Aminosäuren können sogar chronische Entzündungen stoppen!

Und zwar selbst noch da, wo starke Medikamente versagen. So hat eine Studie an einem Morbus-Crohn-Patienten, der auf keine der normalen Therapien ansprach, ergeben, dass eine Kombination aus den Aminosäuren L-Tyrosin (eine Vorstufe von Dopamin) und 5-Hydroxy-Tryptophan (eine Vorstufe von Serotonin) die Entzündungssymptome, die blutige Durchfälle, Bauchschmerzen und Fieber stoppte, wo selbst starke entzündungshemmende Medikamente versagten!

Das können Aminosäuren außerdem noch…

  • Arginin wird medizinisch wirksam bei Herz-Kreislauf-Beschwerden, es regelt den Stickstoff-Stoffwechsel, kann zu einer Entspannung der Gefäße und zur Senkung des Blutdrucks beitragen. Walnüsse sind nicht nur aufgrund ihrer Omega-3-Fettsäuren Herz-Kreislauf-freundlich, sondern auch aufgrund ihres hohen Arginin-Gehalts.

  • Lysin wirkt schmerz- und entzündungshemmend und ist daher vielen handelsüblichen Schmerzmitteln zugesetzt. Besonders bewährt hat sich der Zusatz bei Kopfschmerzen!

  • Glutamin stärkt die Schleimhautbarriere des Darms - es dient den Schleimhautzellen als Brennstoff

  • Phenylalanin ist wichtig bei der Synthese bestimmter Hormone, zum Beispiel Dopamin, das bei Erkrankungen wie Parkinson besonders wichtig wird

  • Tyrosin hilft neben Vitamin B12, sich besser konzentrieren zu können, es steigert die Merk-, Denk- und Lernfähigkeit. Daneben stärkt es auch die körperliche Ausdauer!

Können Sie einen Mangel bei sich sicher ausschließen?

Normalerweise essen wir genug Eiweiß, so dass es kaum zu einem Mangel an Aminosäuren kommt. Doch nicht immer nehmen wir ausreichend von allen Aminosäuren aus der Nahrung auf. Stress, schlechte Ernährung, Durchfall, Reizdarm oder Verstopfung können die Aufnahme dieser wichtigen Eiweißbausteine aus der Ernährung einschränken. Auch wenn keine Entzündung im Darm vorliegt, kann unter ungünstigen Umständen ein Mangel vorliegen.

 Sie können schlecht schlafen? Sie haben Probleme mit der Libido? Dem Konzentrationsvermögen? Sie nehmen ungewollt zu, obwohl Sie sich gesund ernähren? Ihre körperliche oder geistige Ausdauer lassen zu wünschen übrig? Sie sind müde, unterliegen Stimmungsschwankungen oder sind grundlos gereizt? Die Nährstoffe, die bei solchen Symptomen am ehesten fehlen, sind nicht Vitamine oder Mineralstoffe - sondern es sind Aminosäuren!

 

Andreas Ulmicher
Mein Fazit

Aminosäuren. Einst als Nahrungsergänzung „nur für Muskelprotze“ interessant, werden sie mittlerweile mit ihren verschiedenen medizinischen Eigenschaften für breite Kreise interessant: zur Hemmung von Entzündungen, zur Schmerzlinderung, zur Verbesserung der Stimmung, für Herz und Kreislauf. Jede Aminosäure hat individuelle Eigenschaften, und besonders bei Krankheiten, die mit einer schlechten Nährstoffaufnahme einhergehen, sollte man an eine Ergänzung denken!

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