Anthocyane – Bunt und gesund!

Anthocyane

Sie sind klein, dunkelrot oder schwarz, und sie versüßen einem den Sommer. Und das, obwohl sie tiefgefroren immer noch einen hohen Nährwert haben und man kaum Abstriche diesbezüglich machen muss:

Die Rede ist von dunklen Beeren.

Anthocyane - potente, gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe

Anthocyane sind Pflanzenfarbstoffe. Es sind die Stoffe, die Himbeeren wundervoll dunkelrot leuchten lassen und Heidelbeeren ihre schwarze Farbe verleihen. Sie kommen nicht nur in Obst, sondern auch in Gemüse vor: beispielsweise in roten Zwiebeln, Auberginen, den Schalen von blauen Kartoffeln, dunklen Weintrauben und vielen anderen Nahrungsmitteln.

In einem Zeitalter, in dem alle Nahrungsmittel nach ihrem gesundheitsfördernden Nutzen bewertet werden, fallen sie merkwürdigerweise nicht so auf. Das liegt mit Sicherheit daran, da von einigen exotischen und importierten „Superfoods“ der größere „Reiz“ ausgeht, wie beispielsweise von Goji-Beeren oder Chia-Samen.

Anthocyane hingegen finden sich reichlich auch in einheimischen Obst-und Gemüsesorten, haben viele gesundheitsfördernde Effekte und sind nicht einmal besonders anfällig gegenüber Hitze und Kälte.

Anthocyane gehören zu den stärksten Antioxidantien

Gerade sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den stärksten, zellschützenden Substanzen wie es gibt. Die Anthocyane machen da keine Ausnahme. Ihre zellschützende Kraft ist etwa 25 mal so hoch wie die des Fruchtfleischs eines Apfels. Sie verhindern Zell-Stress und Zellalterung. Folgende gesundheitliche Wirkungen sind dokumentiert:

  • Anthocyane wirken sich schützend auf das Herz-Kreislauf-System aus, indem sie

- oxidativen Stress reduzieren und somit zu einer Senkung des Blutdrucks beitragen

- die Gefäße vor der so genannten „Lipidperoxidation“ schützen, also der Entstehung von schlechtem Cholesterin

  • Anthocyane wirken entzündungshemmend im Verdauungstrakt. Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wird der Genuss von Heidelbeermuttersaft empfohlen. Anthocyane in Kapselform mildern Durchfall
  • Anthocyane wirken sich zusammen mit anderen sekundären Pflanzenstoffen, den Carotinoiden positiv auf die Sehkraft aus und verringern das Risiko degenerativer Augenerkrankungen wie „altersbedingte Makuladegeneration“
  • Anthocyane verringern im Verbund mit Vitaminen und anderen sekundären Pflanzenstoffen das Krebsrisiko

Anthocyane: Vor- und Nachteile bei der „Bioverfügbarkeit“

Man kann von Anthocyanen nicht nur während der Sommermonate profitieren. Wie gesagt, enthalten auch viele Gemüsesorten diese sekundären Pflanzenstoffe. Und: dunkle Beeren verlieren auch tiefgefroren nur wenig von diesen Stoffen, so dass sie auch als Tiefkühlware zu den sehr gesunden Lebensmitteln gehören, mit nur geringen Abstrichen.

Allerdings: einen Nachteil haben die schmackhaften, dunklen Beeren dann doch: die Anthocyane zersetzen sich durch die Verdauungssäfte relativ schnell. Man geht davon aus, dass nur ein Prozent wirklich vollständig vom Körper aufgenommen werden. Aber auf der anderen Seite: noch ist nicht geklärt, ob nicht sogar die Abbauprodukte der Anthocyane die eigentliche gesundheitliche Wirkung entfalten.

Anthocyane: hier eine Liste mit Lebensmitteln

Anthocyane sind in vielen, verschiedenen Lebensmitteln enthalten, die eine dunkelrote, violette oder blaue Farbe haben. Beispielsweise in:

  • Auberginen
  • Roten Zwiebeln
  • Blauen Kartoffeln
  • Roter Beete
  • Dunklen Trauben
  • Dunklen Blattsalaten, bei denen die Blätter rötlich oder blau verfärbt sind
  • Heidelbeeren
  • Brombeeren
  • Himbeeren
  • Kirschen

Anthocyane als Nahrungsergänzung oder Medizinprodukt?

Für Menschen mit einem empfindlichen Verdauungstrakt oder Durchfallerkrankungen können die Kapseln sinnvoller sein als einen Saft zu trinken. Der enthält nämlich neben den Anthocyanen auch noch Fruchtsäuren und gewisse Mengen an Zucker, die die beruhigende Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe wieder zunichtemachen können. Außerdem kann man mit der Konzentration der Anthocyane in Kapselform definitiv bessere, gesundheitliche Wirkungen allgemein erreichen. Meine besondere Empfehlung gilt für:

  • Menschen mit einer Verdauungsschwäche, vor allen Dingen bei Neigung zu Durchfall
  • Menschen mit Stoffwechselstörungen, wie zum Beispiel einer Fettleber oder Leberzirrhose
  • Menschen mit Diabetes
  • Menschen mit Durchblutungsstörungen und Bluthochdruck
  • Menschen mit Augenleiden: grauer Star, altersbedingte Makuladegeneration, Nachlassen der Sehkraft und „Akkomodationsfähigkeit“ – der Anpassung an verschieden weit entfernte Objekte
  • Menschen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa
  • Menschen, die unter Stress stehen und aus diesem Grund eine unausgewogene Ernährung haben
Ulmicher
Mein Fazit

Anthocyane sind eine weit unterschätzte Gruppe von sekundären Pflanzenstoffen, von der viele Menschen gesundheitlich profitieren können. Sie helfen sowohl dem Magen-Darm-Trakt, als auch dem Stoffwechsel und der Durchblutung. Wer kann, der sollte während der Sommermonate reichlich dunkle Beeren essen. Auch als Tiefkühlkost verlieren sie nur wenige dieser wertvollen sekundären Pflanzenstoffe. Wer Probleme mit der Säure oder dem Fruchtzucker oder beidem zusammen hat, der kann auf eine Nahrungsergänzung zurückgreifen!

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