Blutspenden – mehr als nur eine gute Tat?

Blutspenden

Haben Sie schon einmal Blut gespendet? Blut spenden gilt als ein Akt der Nächstenliebe. Wenn Sie spenden, wird ein Empfänger mit der gleichen Blutgruppe oder einer „kompatiblen“ Blutgruppe davon profitieren, zum Beispiel wenn er bei einem Unfall oder bei einer Operation viel Blut verliert oder aufgrund einer Krankheit in eine kritische Blutarmut kommt.

Natürlich sind „Sie“ besonders begehrt, wenn Sie eine dieser Blutgruppen haben, die von vielen „empfangen“ werden kann. Den Idealfall, Blutgruppe „Null negativ“, bezeichnet man als „Universalspender“. Diese Blutgruppe ist mit jeder anderen als Spenderblut „kompatibel“.

Blutspenden erfordert gesundheitliche Voraussetzungen

Natürlich muss man selbst für regelmäßiges Blutspenden erforderliche gesundheitliche Voraussetzungen mitbringen. Dazu gehört natürlich, dass Sie nicht an mit dem Blut übertragbaren Infektionskrankheiten leiden. Das betrifft natürlich besonders eine Infektion mit HIV und Hepatitis-Viren, aber auch andere chronische Viruserkrankungen und natürlich auch akute bakterielle Erkrankungen. Darüber hinaus muss bei einer Einnahme von Medikamenten die Fähigkeit zur Blutspende individuell mit einem Arzt abgeklärt werden. Nach größeren Operationen, nach Verletzungen, nach Tätowierungen, nach größeren zahnärztlichen Eingriffen und nach Schutzimpfungen ist eine so genannte „Rückstellzeit“ bis zur nächsten Blutspende, die bis zu 4 Monaten beträgt, einzuhalten.

Sie müssen also gewisse gesundheitliche Voraussetzungen zur Blutspende mitbringen. Aber wie es sich in den letzten Jahren durch Forschung herausgestellt hat, tut eine Blutspende oder gar regelmäßiges Blutspenden nicht nur den (potentiellen) Empfängern gut, sondern hat auch für den Spender selbst gesundheitliche Vorteile!

Sieben gesundheitliche Vorteile von (regelmäßigen) Blutspenden:

 

1

Deutlich geringeres Risiko für koronare Herzkrankheiten!

Besonders Männer können mit einer regelmäßigen Blutspende Ihr Risiko für koronare Herzkrankheiten um bis zu zwei Drittel absenken. Der Grund ist folgender: er hat mit dem Eisenstoffwechsel zu tun. Wenn zu viel Eisen im Körper vorhanden ist, wirkt dieses „oxidativ“ und oxidiert Cholesterin. Dieses oxidierte Cholesterin ist gefährlich: es lagert sich an den Blutgefäßen an und bildet Plaques. Bei regelmäßiger Blutspende regeneriert sich das Blut schneller, der Eisenspiegel sinkt auf ein normales Niveau, Oxidation von Cholesterin wird verhindert.

2

Blutspenden tut der Leber gut!

Auch in diesem Fall ist das Eisen wieder der Schlüssel, oder genauer gesagt: zu viel davon. Die Leber hat viele wichtige Funktionen für den menschlichen Stoffwechsel. Gerade bei Personen, die regelmäßig Fleisch essen, kommt es zu einer Überlastung mit Eisen. Eisen oxidiert nicht nur Cholesterin, sondern lagert sich im Übermaß auch in Leber und Bauchspeicheldrüse ab und verringert deren Funktionstüchtigkeit. Wir reden hier natürlich von langfristigen Prozessen. Dennoch: eine Überlastung des Organismus mit Eisen kann bei manchen gesundheitlichen Problemen das Tüpfelchen auf dem I sein!

3

Hämochromatose - Eisenspeicherkrankheit – Blutspenden lindert!

Auch der dritte Punkt bezieht sich auf das Problem „Eisen“. Eisen ist zwar ein Spurenelement, das vom Körper benötigt wird. Aber gerade bei der erblichen Erkrankung Hämochromatose kann es zu einer erheblichen Belastung werden. Denn bei dieser Erkrankung ist die Eisenaufnahme in die Organe noch erheblich gesteigert. Regelmäßiges Blutspenden ist die effektivste Gegenmaßnahme gegen böse Folgen dieser Erkrankung.

4

Der Vorteil von dünnem Blut

Nicht nur oxidiertes Cholesterin stellt eine Gesundheitsgefahr für das Herz dar. Auch die Viskosität des Blutes an sich, das heißt seine Fließfähigkeit, ist wichtig für die Gesundheit. Wenn Sie nicht gerade ein einer Anämie leiden, überwiegen mit zunehmendem Alter eher die Nachteile „dicken Bluts“: regelmäßiges Blutspenden reduziert die Gefahr einer Herzattacke um traumhafte 80-90 %!

5

Regelmäßiges Blutspenden verringert das Krebsrisiko!

Das Krebsrisiko steigt durch oxidativen Stress. Besonders betroffen davon sind die Leber, der Darm, die Lunge, die Bauchspeicheldrüse, die Speiseröhre und der Kehlkopf. Durch regelmäßiges Blutspenden werden der oxidative Stress und damit das Risiko für diese Arten von Krebs, wenn auch nicht bedeutend, verringert.

6

Regelmäßiges Blutspenden verringert die Dauer der Wundheilung!

Der Körper passt sich biochemisch an Blutverlust an. So wird die Verwertbarkeit von Biokatalysatoren wie Vitamin K2 und B5 verbessert und die Blutgerinnungszeit wird geregelt. Dadurch heilen Wunden schneller.

7

Blutspenden hält jung!

Wie auch immer es funktioniert, ist unklar. Aber: Blutspenden scheint auf eine gewisse Weise stressresistent zu machen. Der Blutfluss wird verbessert, Spannungskopfschmerzen durch Stress nehmen ab. Der Kopf ist klarer. Dadurch wird Stress subjektiv weniger belastend empfunden. Mehr Gelassenheit und bessere mentale Konzentrationsfähigkeit wirken sich positiv auf das biologische Lebensalter aus. Also: Blutspenden hält jung!

Blutspenden: wann Sie vorsichtig sein sollten oder es vermeiden sollten

Es gibt auch Gründe, kein Blutspender zu werden. Auch dabei stehen gesundheitliche Aspekte im Vordergrund. Mit den folgenden Beschwerden bzw. Eigenschaften sollten Sie kein Blutspenden oder zumindest zuvor einen Arzt konsultieren:

  • Bei Untergewicht. Blutspenden ist keinesfalls empfehlenswert für Erwachsene, die weniger als 50 Kilo wiegen
  • Bei niedrigem Blutdruck: liegt der Blutdruck unter 110 zu 70, sollten Sie nicht Blutspenden.
  • Bei Schwindel.
  • Bei vegetativer Fehlregulation, die sich unter anderem durch Schwindel, aber auch durch Kopfschmerzen, Blutzuckerschwankungen und ein flaues Gefühl oder verschiedene Verdauungsstörungen bemerkbar macht.
  • Bei Blutarmut oder allen Erkrankungen, die eine Anämie zur Folge haben können.
  • Bei der Bluterkrankheit
  • Bei entzündlichen Magen- und Darmerkrankungen
  • Bei Nierenerkrankungen, zum Beispiel Nephrose
Ulmicher
Mein Fazit

Blutspenden ist für den Empfänger gut - und für den Spender, wenn dieser die richtigen Voraussetzungen dafür hat. Regelmäßiges Blutspenden kann verschiedenen degenerativen- und Altersprozessen vorbeugen, den Körper verjüngen und das Krebsrisiko verringern. Wichtig für regelmäßiges Blutspenden ist allerdings eine robuste Konstitution. Menschen mit körperlichen Schwächen, niedrigem Blutdruck, Anämie oder solchen, die an verschiedenen Stoffwechselkrankheiten leiden oder Medikamente nehmen, sollten kein Blut spenden.

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