Cholesterin - So senken Sie Ihre Cholesterinwerte!

Cholesterin

Das „leidige Thema Cholesterin“ ist leider immer ein Thema. Gerade wenn die Lebenszeit fortgeschritten ist, steigt die Angst, dass Herzinfarkt, Schlaganfall oder auch andere Gefäßverschlusskrankheiten einen fällen wie die berühmte alte Eiche. Warnungen vor einem zu hohen Cholesterinspiegel gibt es reichlich, ebenso Warnungen vor dem „bösen“ LDL-Cholesterin. Und wehe, der Wert liegt deutlich über 200! Mahnende Blicke seitens des Hausarztes, gar vernichtende, wenn Sie den Cholesterinsenker partout nicht haben wollen, sind Ihnen sicher.

Was die Sache noch schlimmer macht: Jetzt achten Sie schon auf Ihre Ernährung, und dennoch tut sich nichts! Cholesterinsenker, so genannte „Statine“, haben Nebenwirkungen – und die sind nicht ohne!

Haben Sie also die Wahl zwischen Pest und Cholera? Nein, denn es gibt einige Lösungen.

Keine Angst vor Cholesterin!?

„Sie haben ein Gesamtcholesterin von 264 – da müssen wir etwas tun! Ich schreibe Ihnen einen guten Cholesterinsenker auf!“ kommt ihnen dieser Satz bekannt vor? Wenn Sie jetzt mit dem Kopf nicken, gehören Sie zu einer durchaus recht großen Bevölkerungsgruppe.

Aber besonders seit „LIPOBAY“ sind auch Cholesterinsenker, oder genauer: Statine, bei vielen Gesundheitsbewussten Menschen gleichsam auf dem Index gelandet. Auch seit Büchern wie „Die Cholesterinlüge“ rudern einige Kreise, auch Ärzte übrigens, auf breiter Front zurück. Aber ein mulmiges Gefühl bleibt dennoch...

Wann besteht ein wirkliches Risiko?

Ein erhöhtes Cholesterin alleine macht noch kein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Da sind noch einige andere Faktoren vor, die das Risiko gleichsam „potenzieren“, also vervielfachen. Als da wären:

  • Hoher Blutdruck
  • Rauchen
  • Ein Verhältnis von LDL zu HDL größer als 3,4 zu 1
  • Stress
  • Diabetes Typ 2
  • Wiederkehrende Venenentzündungen oder Thrombosen

Die Fette

Der allgemeinen Lehrmeinung nach sind gesättigte Fettsäuren die Hauptursache für erhöhtes Cholesterin, mehrfach ungesättigte Fettsäuren sollen den Cholesterinspiegel senken. Nun, heute sind sich Experten einig, dass Ernährung und Cholesterinspiegel nicht immer in Zusammenhang miteinander stehen. Außerdem ist Cholesterin nicht nur in Blut vorhanden.

Es kommt in der Gallenflüssigkeit, in der Zellwand und im Mark von Nervenzellen vor. Meiner Beobachtung nach ist der absolute Cholesteringehalt des Körpers sogar mehr oder weniger konstant, er wird nur nach Bedarf umverteilt. Oxidativer Stress beispielsweise lässt den Cholesterinspiegel in Zellmembranen abnehmen, dafür im Blut zunehmen.

Ein Teil dieses Stresses geht übrigens auf ungesättigte Fettsäuren zurück, und zwar, wenn sie Pflanzenöle stark erhitzen. Dabei entstehen nämlich Trans-Fettsäuren. Also Vorsicht mit Verallgemeinerungen!

Einige Worte über „Statine“

Statine sollen den Cholesterinspiegel senken. Nun melden sich bei mir in der Praxis immer wieder Patienten, die unter „unangemessen starken“ Schmerzzuständen leiden. Jede Kleinigkeit macht starke Beschwerden, vor allem im Rückenbereich. Wenn der sich beim Untersuchen als „im Großen und Ganzen in Ordnung“ herausstellt, aber eine leichte Berührung bereits wahnsinnige Schmerzen verursacht, stelle ich als nächste Frage, ob der / die Betreffende denn einen Cholesterinsenker nehme. In über 95% ist die Antwort JA.

Warum? Nun, Cholesterinsenker wählen nicht aus. Sie senken im Blut...und überall sonst auch. Nervöse Unruhezustände, sogar Verdauungsstörungen konnte ich in diesem Zusammenhang schon beobachten. Meiner Meinung nach sollten Statine wirklich nur dann eingesetzt werden, wenn eine strenge medizinische Indikation vorliegt - eine Kombination aus mehreren Risikofaktoren!

Natürliche Alternativen

Aus der Süßholzwurzel ist der Wirkstoff Glycyrrhizin bekannt und stand bisher im Mittelpunkt der pharmakologischen Forschungen. Weniger bekannt ist der Inhaltsstoff Glabridin. Der bindet sich nämlich an das „schädliche“ LDL-Cholesterin und verhindert, dass dieses oxidiert. Denn durch Oxidation erst bilden sich die schädlichen Verklumpungen, die Basis für Arteriosklerose und Gefäßverschluss sind.

Ein Wirkstoff aus fermentiertem rotem Reismehl, das Monacolin, hat in verschiedenen Studien vor allem dem Wert des LDL-Cholesterins statistisch signifikant senken können.

Last but not least wirkt Arginin, eine Aminosäure, Ablagerungen und Entzündungen in Gefäßen entgegen und erweitert zudem die Gefäße. Empfohlen sei die Kombination dieser Wirkstoffe mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren, wie sie in Fisch- oder Krillöl vorkommen.

Andreas Ulmicher
Mein Fazit

Die Bedeutung des Gesamt-Cholesterinspiegels wird nach wie vor hochgespielt. Sie müssen nicht in Panik verfallen, wenn ihr Gesamt-Cholesterin über 200 liegt. Andere Dinge sind viel wichtiger: so sollten Sie ausreichend HDL-Cholesterin, nämlich mindestens 30 % vom Gesamtcholesterin haben. Cholesterinsenker sollten m.E. nur bei wirklich strenger medizinischer Indikation gegeben werden: eine Kombination aus Bluthochdruck, hohem Gesamt-Cholesterin, hohem LDL-Cholesterin und Diabetes und/oder Rauchen. Für alle anderen Zustände gibt es im Zweifelsfall natürliche Alternativen!

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