Erkältung - Was gegen Erkältungskrankheiten hilft

Erkältung

Bald geht die närrische Zeit wieder los, und zu keiner Zeit des Jahres sind wir in Kontakt mit so vielen „wildfremden“ Menschen. Das bedeutet allerdings auch ein erhöhtes Erkältungsrisiko. Dazu kommt noch, dass Februar und März insgesamt die erkältungsgefährlichsten Monate des Jahre sind.

Die nasskalten Wetterlagen des ausgehenden Winters sowie die ersten warmen Tage mit noch kühler Luft, die zu einem gewissen Leichtsinn im Vorfrühling verführen lösen selbst bei Menschen, die „den ganzen Winter keinen hatten“ leicht einen grippalen Infekt aus. Wie Sie mit pflanzlichen Mitteln die Erkältung schon im Ansatz verhindern, und wo die Grenzen dieser Präparate liegen!?

Spätwinter und Vorfrühling ist Erkältungszeit

Nicht die kälteste Zeit des Jahres bringt die meisten Erkältungskrankheiten und Grippen, wie wir sehr markant letzten Winter erleben durften, wo nach dem markanten Kaltlufteinbruch am 18. Dezember die so genannte „Schweinegrippe“ mehr oder weniger sang- und klanglos in der Versenkung verschwunden ist, sondern die meisten Infektionen mit Erkältungssymptomen bringen Spätherbst und Frühwinter sowie Spätwinter und Vorfrühling.

Jetzt ist es wieder soweit, und dazu kommt noch die närrische Zeit mit viel Kontakt zu anderen Menschen: Achtung, Erkältungsgefahr! Wie schützen?

Aus dem Stehgreif fällt Ihnen sicherlich Echinacin ein, oder?

Da geht es Ihnen nicht anders wie mir. Echinacin, abgeleitet von der Pflanze Echinacea (Sonnenhut) ist fast schon so etwas wie ein Synonym für pflanzliche Abwehrstärkung und Erkältungsschutz geworden. Also, immer griffbereit und am besten gleich noch damit vorbeugen? Immer vorsichtig. Es gilt gerade bei Echinacin, zwei oder drei kleine Feinheiten zu beachten...

Drei Echinacea-Arten, nur eine wirkt

Von den drei (angebotenen) Echinacea-Arten Echinacea purpurea, Echinacea angustifolia und Echinacea pallida (in dieser Reihenfolge: purpurner Sonnenhut, schmalblättriger Sonnenhut und Kegelblumenhut) wirkt nur eine Art, nämlich die erste, zumindest statistisch- und wissenschaftlich betrachtet. Bei diversen Studien konnte man nur mit Echinacea purpurea einen signifikanten abwehrsteigernden Effekt nachvollziehen.

Wirken tut das ganze übrigens so, dass sich der Wirkstoff als Aktivator an Zellen des unspezifischen Immunsystems heftet, die daraufhin mehr Signalstoffe produzieren, in diesem Fall den so genannten (ist aber nicht wichtig) Tumornekrosefaktor α. Dadurch wird das unspezifische Immunsystem gestärkt. Was aber nur Sinn macht, wenn sich gerade eine Erkältung anbahnt.

„Prophylaxe“ ist rausgeworfenes Geld

Beim ersten Kribbeln, beim ersten latent unguten Gefühl sollte man anfangen mit der Einnahme, nicht vorher, und schon gar nicht in einer „Sechs-Wochen-Prophylaxe“. Wer beim ersten Anzeichen einer Erkältung anfängt, hat gute Karten, die Intensität einer Erkältung deutlich zu verkürzen und die Dauer zu verringern, unter Umständen so gut, dass man nicht viel davon mitbekommt.

Umckaloabo ist kein „natürliches Antibiotikum“!

Umckaloabo, ein Extrakt aus einer nahen Verwandten unserer Geranie, soll ein echtes Antibiotikum ersetzen können. Nach wissenschaftlichen Studien, die schon auf das Jahr 2003 zurück datieren, ist diese Aussage jedoch ziemlich übertrieben.

Es kann helfen bei leichten bis maximal mittleren Erkältungen und grippalen Infekten, aber nur so lange keine Streptokokken mit im Spiel sind, das heißt, sich keine bakterielle Infektion „aufgepfropft hat“, wie es ein Arzt ausdrücken würde.

Da Antibiotika aber ausschließlich bei bakteriellen Infektionen wirken, kann man nur eines sagen: Umckaloabo hilft bei Infekten, die maximal mittelstark sind und bei denen Antibiotika sowieso überflüssig sind.

Umckaloabo ist somit eigentlich mehr ein Alibi, Antibiotikaeinnahme zu unterlassen, als ein Antibiotika-Ersatz. Wenn Sie einen solchen suchen, empfehle ich wärmstens das echte pflanzliche Antibiotikum Kapuzinerkressen-Extrakt.

Damit können Sie nicht nur Erkältungen, sondern auch Blaseninfektionen und Erkrankungen wie eine Mittelohrentzündung gut im Heilungsverlauf unterstützen, wenn es auch bei starken bakteriellen Infektionen ein handelsübliches Antibiotikum nicht unbedingt ersetzen sollte.

Andreas Ulmicher
Mein Fazit

Man sollte nicht versuchen, mit pflanzlichen Arzneimitteln Erkältungen „vorzubeugen“. Untersuchungen zeigen bestenfalls, dass man mit Echinacin, Umckaloabo und Co. bereits bestehende Erkältungen verkürzen kann, aber keine Erkältungen verhindern. Diese Verkürzung wird dadurch erreicht, indem das Immunsystem aktiviert wird - übrigens eine sehr empfehlenswerte Vorgehensweise, da nur so eine Erkältung richtig bereinigt wird!

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