Essentielle Hypotonie natürlich behandeln!

Winterdepression

Zu niedriger Blutdruck: wo kommt er her? In der Medizin dreht sich (fast) alles um Blutdruckerhöhung. Aber auch ein zu niedriger Blutdruck kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Ein zu niedriger Blutdruck kann sowohl anlagebedingt bestehen als auch infolge einer Vorerkrankung auftreten. Anlagebedingt ist der Blutdruck zu niedrig bei:

  • Leptosome (Sehr große und sehr schlanke Menschen) neigen zu niedrigem Blutdruck

  • körperlicher Inaktivität

  • „Venöser“ Konstitution, bei zu geringer Spannung der Venen

Als Folge einer bereits bestehenden Erkrankung tritt zu niedriger Blutdruck auf bei:

  • Hormonellen Problemen, zum Beispiel einer Schilddrüsenunterfunktion

  • als Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zum Beispiel Herzinsuffizienz

Niedriger Blutdruck: nur Befindlichkeitsstörungen oder ernsthaftes gesundheitliches Problem?

Bluthochdruck kann sehr ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen haben. Aber wie sieht es mit einem zu niedrigen Blutdruck aus? Wer sich nicht näher mit der Thematik befasst, hält einen zu niedrigen Blutdruck für eine harmlose Erscheinung. Das trifft aber nur bis zu einem gewissen Grad zu. Man nahm bis vor kurzem sogar an, dass Personen mit einem chronisch zu niedrigen Blutdruck eine höhere Lebenserwartung haben als Personen mit einem normalen Blutdruck. Dies hat sich aber in der Zwischenzeit als Trugschluss herausgestellt.

Ein leicht zu niedriger Blutdruck hat meist keine gesundheitlichen Konsequenzen. Ist der Blutdruck aber deutlich zu niedrig, kann dies zu ernsthaften Problemen führen, zum Beispiel:

  • Schwindel

  • Schwächezustände, bis hin zu Ausfallserscheinungen und Ohnmacht

  • hoher Herzfrequenz, was bis zum Schock führen kann

  • einem geschwächten Immunsystem

  • Problemen bei körperlicher Belastung

  • Müdigkeit und Energielosigkeit

Der größte Teil dieser Beschwerden beruht auf einer mangelnden Sauerstoffversorgung der Zellen.

Essentieller niedriger Blutdruck: was tun?

Essenziell nennt man Symptome dann, wenn sie nicht durch bereits bestehende Erkrankungen ausgelöst werden. Beim sekundär niedrigen Blutdruck müssen natürlich die Grunderkrankung mit behandelt werden. Die folgenden Dinge kann jeder mit einem niedrigen Blutdruck tun:

1

Ausreichend Salz!

Kochsalz besteht aus Natrium und Chlorid. Natrium sorgt im Körper dafür, dass Wasser zurückgehalten wird. Dadurch setzen die Körperzellen den Gefäßen mehr Druck entgegen, was zu einem Anstieg des Blutdrucks führt. Wichtig außerdem: Essen Sie nicht irgend ein Salz, sondern greifen Sie auf hochwertiges Meer-bzw. Kristallsalz zurück, dass neben Natriumchlorid auch noch Spurenelemente enthält. Spurenelemente sind wichtig zur Bildung von Enzymen und zur Sauerstoffversorgung der Zellen!

 

2

Sorgen Sie außerdem für ausreichend Eisen!

Gerade wenn ein niedriger Blutdruck besteht, ist ausreichend Blutfarbstoff (Hämoglobin) für den Sauerstofftransport unerlässlich. Daher sollten Sie Ihre Eisenaufnahme erhöhen. Rote Beete, schwarze Johannisbeeren und allgemein dunkle Beeren, dunkel grünes Blattgemüse und Rindfleisch von Weiderindern haben einen hohen Eisengehalt. Sorgen Sie außerdem dafür, dass der Körper das Eiweiß aufnehmen kann, an welches das Eisen, aber auch wichtige Vitamine wie B12 gebunden sind. Stärken Sie Ihre Magenfunktion, beispielsweise mit Betain HCl (in der Apotheke), Pepsinwein oder Rechtsregulat. Letzteres wirkt sich auch positiv auf die Darmflora und damit auf die Aufnahme von Vitaminen und Spurenelementen aus.

3

Kurze, moderate Bewegungseinheiten - die langsam gesteigert werden!

Viele Menschen, die einen zu niedrigen Blutdruck haben, sitzen zu lange und bewegen sich notorisch zu wenig. Jetzt von einem Extrem ins andere zu fallen wäre kontraproduktiv. Gelegentlich verbirgt sich hinter dem chronisch niedrigen Blutdruck auch eine Erschöpfung der Nebennieren. Bewegen Sie sich daher zu Beginn anstatt einmal am Tag für ein oder 2 Stunden mehrmals am Tag für 5-10 Minuten. Steigern Sie nicht die Dauer der Bewegung - sondern die Intensität! Beginnen Sie moderat und lassen dann Ihre körperliche Aktivität immer intensiver werden. Von flottem spazieren gehen zum Laufen. Von der moderaten Gymnastik (Chi Gong ist ein sehr guter Einstieg!) zu Callisthenics (Krafttraining ohne Geräte).

4

Kalte Anwendungen - Wärme ist nicht so empfehlenswert

Sebastian Kneipp begründete seine natürliche Abhärtungslehre gegen Immunschwäche - und meinte damit indirekt einen zu niedrigen Blutdruck. Kalte kneipp’sche Anwendungen können ebenfalls moderat begonnen werden: der klassische Einstieg ist das kalte abwaschen bzw. ab duschen der Unterschenkel. Kalte Güsse, Waschungen und Duschen und natürlich das Kneippen selbst können ebenso moderat gesteigert werden wie Bewegung!

5

Ihr idealer Urlaubsort: in mäßiger Höhe!

Können Sie mit dem Begriff „Reizklima“ etwas anfangen? Was da gereizt wird, sind körpereigene Abwehr und der Kreislauf! Reizklima findet sich in größerer Höhenlage im Gebirge - und am Meer. Hier allerdings nur in kälteren Klimazonen.

In kühlem oder kaltem Klima beginnt das Reizklima der Gebirge ab etwa 800 m Höhe. In Deutschland wäre das zum Beispiel in der Rhön und dem Harz der Fall. In den Alpen und Pyrenäen wären die entsprechenden Höhen etwa 1200-1400 m. Mit einem notorisch zu schwachen Kreislauf sollten Sie sich allerdings davor hüten, in zu großen Höhen Urlaub zu machen. Suchen Sie sich vielmehr eine „Basisstation“ auf 1000-1500 m Höhe und „erobern“ Sie sich größere Höhen durch Wanderungen!

Auch das Meeresklima kann reizen, wenn es nicht zu warm ist. An der Nordsee finden sich auch im Sommer gute Bedingungen. Das Mittelmeer ist aufgrund seiner klimatischen Verhältnisse allerdings nur von November bis April empfehlenswert!

Ulmicher
Mein Fazit

Chronisch zu niedriger Blutdruck ist nicht nur eine Befindlichkeitsstörung. Er kann langfristig zu verschiedenen Problemen führen, die alles andere als harmlos sind. Durch den Sauerstoffmangel in den Zellen kann es zu Abwehrschwäche und nachfolgend sogar chronischen Infektionskrankheiten kommen. Zum Glück kann man mit einigen einfachen Maßnahmen aus der Naturheilkunde Abhilfe schaffen. Wichtig ist vor allen Dingen, dass der Kreislauf moderat gereizt wird - beispielsweise durch Kältereize und durch Höhenklima. Außerdem wichtig ist eine optimale Nährstoffversorgung mit Vitamin B, Eisen und Eiweiß!

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