Der Granatapfel – eine der gesündesten Früchte weltweit

Granatapfel

Der Granatapfel – was macht ihn so besonders?

Wenn ein Nahrungsmittel die Bezeichnung „Superfood“ verdient hat, dann ist es der Granatapfel. Dieses allerdings nicht aufgrund eines besonderes hohen Vitamingehaltes. Der Granatapfel ist reicht an sekundären Pflanzenstoffen: Ellagsäure, Tannine und Polyphenole. Dabei ist es die Kombination, die zahlreiche positive Wirkungen auf die Gesundheit entfaltet.

Ellagsäure z.B. ist ein solcher sekundärer Pflanzenstoff. Er hat tiefgreifende Wirkungen auf den Hormonhaushalt und den Stoffwechsel. Ellagsäure ist z.B. auch in Himbeeren enthalten. Es ist eine organische Säure, die viele negative Einflüsse der zivilisatorischen Lebensweise abmildert. Der Granatapfel ist eine der besten natürlichen Quellen dieser organischen Säure.

Der Granatapfel: auf welche Organe und Körpersystem wirkt er am stärksten?

Seit etwa zehn Jahren hat sich in der wissenschaftlichen und der biologischen Medizin die Ansicht etabliert, das degenerative Erkrankungen und Alterserscheinungen durch generalisierte und mikroskopische Entzündungen zu Komplikationen führen. Beispielsweise bei Diabetes. Bei den Gefäßschäden durch diese Krankheit sorgen kleine Entzündungsherde für Degeneration. Und genau hier setzen die sekundären Pflanzenstoffe des Granatapfels an.

Granatäpfel bzw. deren Saft helfen bei folgenden Zuständen:

  • Herz-Kreislauf-Krankheiten und Gefäßschäden
  • Probleme mit dem Fettstoffwechsel, wissenschaftlich: „Lipidperoxidation“ (diese wird für Gefäßverengung,
  • lokale und generalisierte Entzündungen verantwortlich gemacht)
  • metabolisches Syndrom
  • Diabetes, vor allen Dingen aber die Komplikationen und Folgen von Diabetes
  • Die Folgen und Komplikationen von Übergewicht
  • Die Probleme, die mit einer deutlich veränderten Darmflora assoziiert sind (überwiegend bei älteren Personen)
  • mikroskopische Entzündungen und Schädigung des Knorpels bei Arthrose
  • Die Stoffwechselschäden, die durch Rauchen verursacht werden
  • hormonelle Schwankungen und Imbalancen, die sich mit den Wechseljahren einstellen
    Prostatakrebs (PSA)

Der Granatapfel und Diabetes bzw. metabolisches Syndrom

In einem großen Archiv für Naturheilkunde werden rund 900 verschiedene Studien und Arbeiten gelistet, in denen der Granatapfel bzw. der Saft auf seine Wirkungen untersucht wurden. Mehr als 100 dieser Studien beschäftigen sich mit dem Thema Diabetes bzw. metabolisches Syndrom.

Eine Studie von Ende 2016 beschäftigt sich mit der Frage, ob Gefäßschäden durch die erwähnte „Lipidperoxidation“ bei Diabetes verhindert bzw. zumindest verlangsamt werden können. Granatapfelsaft hat laut dieser Studie bei Betroffenen beider Geschlechter den antioxidativen Status und damit den Gefäßschutz deutlich signifikant verbessert.

Die Krankheit „PCOS“ (Polyzystisches Ovarialsyndrom) bei Frauen ist die Folge sowohl hormoneller als auch stoffwechselaktiver Veränderungen, die oft mit einer Vorstufe von Diabetes einhergehen. Hier hat sich ein konzentrierter Saft aus Granatapfelkernen in Kombination mit einem Probiotikum als besonders positiv in der Wirkung hervorgetan: er verbesserte:

  • den Insulinstatus
  • Blutzuckerschwankungen infolge des Konsums von Nahrungsmitteln mit hohem glykämischem Index
  • den Bauchumfang und nicht zuletzt auch
  • die Bildung neuer Zysten

Dies wird die Männer interessieren, vor allen Dingen solche mit Diabetes: ebenfalls in 2016 wurde eine Studie durchgeführt, ob Granatapfel Potenzschwäche bei Männern mit Diabetes lindern kann. Das Ergebnis ist hier eindeutig positiv. Sayer Ji, ein amerikanischer Experte für Naturheilkunde bezeichnet diese Wirkung als eine der „Highlights“, zu denen der Granatapfel medizinisch gesehen fähig ist.

Zusammengefasst lässt der Granatapfel zwei Wirkungen bei Diabetes erkennen: auf der einen Seite verringert er Blutzuckerschwankungen, auf der anderen Seite verhindert er Schäden durch die Folgen von Diabetes, vor allen Dingen an Gefäßen und Nerven.

Der Granatapfel: unterschätzte Wirkung bei Gelenkbeschwerden

Auch zu diesem Thema hat es in den letzten fünf Jahren einiges an Studien gegeben: der Granatapfel senkt den Spiegel entzündungsfördernder Botenstoffe bei entzündlichen Rheumaerkrankungen. Aber auch bei Arthrose kommt es (wenn auch zu winzigen) Entzündungen. Diese bauen den Knorpel in den Gelenken ab. Auch auf diesen Prozess hat Granatapfelsaft einen günstigen Einfluss.

Der Granatapfel: auch für Patienten mit Prostatakrebs eine Überlegung wert

In einer Studie von 2014 wurden mehrere Pflanzenextrakte bezüglich ihres Effektes auf den Anstieg von PSA bei Prostatakrebs untersucht. Dabei wurden Männer im Durchschnittsalter von 74 über sechs Monate hinweg beobachtet. Bei denjenigen, die das Konzentrat von Granatapfel erhielten, stieg der PSA-Wert nur ungefähr um 15 % an, bei der Kontrollgruppe um mehr als 75 %. Das Optimum der Wirkung wird erzielt, wenn man Granatapfel mit Extrakten von grünem Tee, Brokkoli und Kurkuma kombiniert.

Granatäpfel bekämpfen die vier wichtigsten Frauenprobleme der Wechseljahre

In der Medizin und der Biologie nennt man dies eine „phytohormonelle Wirkung“. Das bedeutet, dass Pflanzenextrakte in ihrer Wirkunghormonen sehr ähnlich sind und diese teilweise ersetzen können. Dies ist auch für den Granatapfel intensiv untersucht. Die Ergebnisse:

  • ein Extrakt aus Granatapfel hatte einen positiven Einfluss auf den hormonell gesteuerten Kalziumstoffwechsel bei Frauen. Der Kalziumverlust aus den Knochen normalisierte sich
  • Granatapfelsaft und die Kerne des Granatapfel wirken positiv auf alle vier Faktoren, die zu funktionellen oder organischen Herzbeschwerden führen: die Oxidation von LDL-Cholesterin, der Blutdruck, die Gefäßweite und den Sauerstoffgehalt des Blutes
  • die sekundären Pflanzenstoffe des Granatapfels senken das Brustkrebsrisiko und
  • Granatapfel-Extrakt verringert das Risiko für Depressionen und depressiver Verstimmung!

Granatäpfel hilft bei leichten Gedächtnisproblemen

Zu guter Letzt noch ein hilfreicher Hinweis für Personen mit leichten Gedächtnisproblemen. Aus dem Jahr 2012 stammt eine Studie, die den Granatapfel hilfreiche Wirkung bei Gedächtnisproblemen für Menschen im mittleren Lebensalter bescheinigt!

Granatapfel: hat die tolle Frucht auch Nebenwirkungen?

Der Granatapfel führt nur sehr selten zu negativen bzw. unerwünschten Wirkungen. Wenn solche auftreten, dann handelt es sich dabei meist um Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten: vor allen Dingen Antidepressiva und cholesterinsenkende Medikamente sowie manche Herz-Kreislauf-Medikamente stehen hier im Fokus. Allergien treten nicht sehr häufig auf, werden aber vor allen Dingen während einer Schwangerschaft ein Thema. In sehr hohen Mengen getrunken, kann Granatapfelsaft die Leber belasten. Granatapfelsaft kann zu Verdauungsbeschwerden führen, vor allen Dingen bei Reizdarmpatienten und solchen mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung.

Mein Fazit

Der Granatapfel bzw. sein Saft brilliert besonders bei chronisch-degenerativen Erscheinungen vor allen Dingen in der zweiten Lebenshälfte. Hier entfaltet er günstige Wirkungen vor allen Dingen bei Diabetes, Herz-Kreislauf-Problemen, Gelenkproblemen sowie mikroskopischen und generalisierten Entzündungen. Er verbessert die Regeneration nach intensivem Training. Er hat viele positive Wirkungen auf den männlichen wie weiblichen Hormonhaushalt. Auch hier gilt: die Dosis macht das Gift. Bis auf Allergien, Verdauungsbeschwerden und Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten kann der Granatapfel aber als weitgehend sicher eingestuft werden!

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