Was Sie über HIV & Aids wissen sollten!

HIV Aids

Als sich in den Jahren 1983-85 die Kunde von einer neuen, „unheilbaren“ Virusinfektion ausbreitete, spekulierten einige Medien sogar auf den bevorstehenden Weltuntergang. In Anbetracht der Übertragungsweise des neuen Virus, des HIV (die Abkürzung HIV steht für „Humanes Immundefizienz-Virus“) - nämlich überwiegend durch sexuelle Kontakte und Drogenmissbrauch - waren es auch Vertreter fundamentalistischer Religionen, die in dem neuen Virus eine „Strafe Gottes“ für die moderne Lebensweise sahen.

HIV-Infektionen werden verantwortlich gemacht für die Immunschwächekrankheit Aids

Eine Infektion mit dem HIV löst - wenn auch meist nach einem langen Zeitraum, der sich über etliche Jahre hinziehen kann - die „Immunschwächekrankheit Aids“ aus. Relativ kurze Zeit nach der Infektion kommt es häufig zu unklaren Allgemeinsymptomen, die jedoch auch nicht immer auftreten müssen. Es handelt sich dabei um grippeähnliche Symptome mit Fieber, Abgeschlagenheit, starken Nachtschweißen und eventuell Gelenkschmerzen.

Das HIV-Virus breitet sich in den folgenden Monaten und Jahren unbemerkt im Körper aus und hebelt bestimmte Mechanismen des Immunsystems aus. Es greift beispielsweise die so genannten „CD4+“-Zellen an, bei denen es sich um nicht differenzierte Lymphzellen handelt. Die Zahl dieser Zellen kann dramatisch zurückgehen. Der Körper ist für bestimmte Infektionen, die für das normale Immunsystem überhaupt kein Problem darstellen, auf dieser Basis geradezu schutzlos.

Die Biochemie, mit deren Hilfe das HIV eine Unterminierung des Immunsystems verursacht, ist gnadenlos kompliziert. Deswegen möchte ich einen Vergleich bemühen. Sie können sich das HIV vorstellen wie ein trojanisches Pferd, das sich sozusagen als Geschenk verpackt unbemerkt in die Zellen einschleicht und sie sowohl organisch und funktionell quasi von innen aushöhlt.

AIDS - Man kann theoretisch sogar mit dem Virus alt werden

Mittlerweile hat die Medizin verschiedene Faktoren herausgearbeitet, wie lange die Latenzzeit bis zum Ausbruch der „Krankheit Aids“ dauert. Sie haben mit dem Immunsystem zu tun und entsprechen in etwa dem, was man in der Naturheilkunde als „Konstitution“ bezeichnet – nur viel komplizierter. Das bedeutet: die „grausame Seuche“ kann sich individuell für dreißig Jahre oder sogar noch länger als „Schläfer“ entpuppen, ja, Infizierte können sogar eines natürlichen Todes sterben.

Andererseits besteht natürlich die Möglichkeit, dass schon wenige Jahre nach der Infektion das Vollbild einer Aids-Krankheit ausbricht. Das wiederum hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab:

Ein wichtiger Faktor dürfte die Versorgung mit Nährstoffen sein. Betroffene mit Mangelerscheinungen haben einen baldigen Ausbruch der Erkrankung zu befürchten. Wer hingegen optimal mit Nährstoffen versorgt ist, für den ist das Risiko geringer. Anekdotischen Berichten zufolge soll sogar die psychische Verfassung des Betroffenen ein Stück weit darüber entscheiden, ob die Krankheit bald ausbricht oder der Patient noch viele gesunde Jahre vor sich hat. Man könnte dabei zumindest theoretisch die Fragestellung: „hast du etwas, wofür es sich zu leben lohnt?“ ins Feld führen. Aber das ist spekulativ.

HIV wird überwiegend auf zwei Arten übertragen

Entgegen anders lautenden Gerüchten: es gibt zwei wesentliche Übertragungsraten für die Viren: ungeschützter vaginal- und Analverkehr vor allen Dingen mit wechselnden Partnern sowie das gemeinsame Benutzen von Spritzenbesteck bei Drogenmissbrauch. Eine Übertragung durch Oralsex ist theoretisch möglich, aber sehr viel unwahrscheinlicher als bei vaginalem oder analem (ungeschütztem) Sex.

In den achtziger Jahren gab es einige Skandale, wonach Personen durch eine Bluttransfusion in Krankenhäusern mit den Viren infiziert worden sind. Ich erinnere mich sehr genau an einen dieser Skandale: ich lag seinerzeit selbst im Krankenhaus, wurde wegen Morbus Crohn operiert und bekam zwei Blutkonserven, da laut Aussage der Ärzte mein rotes Blutbild „gefährlich niedrig“ war. Zwei Tage später gab es in den Nachrichten eine Sondermeldung mit verseuchten Blutkonserven.

Ich beruhigte mich seinerzeit - es ist knapp 30 Jahre her - indem ich mir selbst sagte, dass ich ja zuvor auch noch nie im Lotto gewonnen hatte… (Es wurde später getestet und nein, ich war nicht betroffen!).

HIV - wenn die Krankheit erst einmal ausbricht…

Durchschnittlich 9-11 Jahre nach der Infektion zeigen sich die ersten Symptome. Bis dahin ist das unspezifische Immunsystem bereits so „ausgehöhlt“, dass ungewöhnliche Krankheiten auftreten - die einen gesunden Menschen nie befallen würden.

So ist ein typisches Zeichen eines Aids-Vollbildes die generalisierte Pilzinfektion. Ein wichtiges Merkmal ist der so genannte „Soor“, bei dem die Mundschleimhäute quasi mit dem Pilz „überwuchert“ sind. Durch den generalisierten Befall des Körpers kann es sogar zu neurologischen Symptomen kommen, da die Stoffwechselprodukte der Pilze die Funktion von Nervenzellen beeinträchtigen. Chronischer Durchfall ist eine weitere mögliche Erscheinung. Die Betroffenen haben an den Folgen aller möglichen Infekte zu leiden. Die Patienten magern ab, haben massive Verdauungsstörungen; ein harmloser Virusinfekt kann zumindest theoretisch zur lebensbedrohlichen Lungenentzündung führen.

Aids-spezifische Folgeerkrankungen sind Wasting-Syndrom, Kaposi-Sarkom, HIV-Encephalopathie und Blutkrebs-Erkrankungen.

HIV – die Therapie ist fast schlimmer als die Krankheit selbst

Virustatika sind eine sehr heikle Sache. Die Wirkung ist relativ unsicher, die Nebenwirkungen sind dafür umso sicherer. Denn man kann nicht verhindern, dass die Mittel wie beispielsweise AZT neben den Viren auch Bestandteile von Zellen angreift oder schädigt, was in Schleimhautschädigungen oder einer ausgesprochenen Blutarmut resultieren kann. Lange im Gespräch war die so genannte „Mitochondriale Toxizität“ von AZT, die zu einer Schädigung bzw. Einschränkung der Zellfunktionen führt: die Zelle „altert schneller“.

Symptome, die ein Patient erfährt sind Blutarmut und Veränderung des Blutbildes insgesamt. Auch die weißen Blutkörperchen sind betroffen. So wird natürlich indirekt das Immunsystem ebenfalls aufs Korn genommen. Symptome sind Kopfschmerzen, alle möglichen Verdauungsstörungen, natürlich Durchfall, Probleme mit der Nährstoffaufnahme, Immundefizite, Schüttelfrost und Fieber sowie Erbrechen. Ein weiteres Problem mit dem Medikament AZ Tee war und ist noch heute, dass es exakt alle 4 Stunden eingenommen werden muss, was natürlich zu einem erheblichen Verlust an Lebensqualität führt.

Mittlerweile sind die Empfehlungen für die Dosierung deutlich reduziert.

Es gibt gerade, wenn es um Aids geht, kein Vertun: viele Betroffene, die sich mit alternativen und naturheilkundlichen Therapie ansetzen auseinandergesetzt haben, haben bessere Erfahrungen gemacht als diejenigen, die AZT oder andere Virustatika eingenommen haben. Einige Betroffene äußerten sogar den Verdacht, dass das Vollbild der Erkrankung Aids überhaupt erst durch AZT verursacht würde!

Die Alternativen - welche naturheilkundlichen Maßnahmen und Behandlungen sind viel versprechend?

Auch in der Naturheilkunde oder in der so genannten „Alternativen Medizin“ wird gelegentlich Unsinn verbreitet. Die folgenden Mittel und Methoden sind in Studien untersucht und für hilfreich befunden worden, wenn es um die Linderung von Aids-Symptomen oder eine Bekämpfung der Viren geht:

  • Molkenprotein: eine Studie aus dem Jahr 2008 legt dar, das HIV-Patienten sowohl im Bereich Körpergewicht als auch im immunologischen Bereich von einer Nahrungsergänzung mit Molkenprotein profitieren: das Gewicht stabilisierte sich, Gewichtsverlust kann nicht mehr statt. Im statistischen Mittel nahm die Neubildung von unspezifischen CD4-Zellen zu.
  • Sekundäre Pflanzenstoffe: ein Konzentrat von Grün, Früchten und Gemüse mit einem hohen Anteil sekundärer Pflanzenstoffe verbesserte die Neubildung von CD4-Zellen und den immunologisch bedingten Zelltod.
  • Acetyl-Carnitin: eine Studie aus dem Jahr 2007 beschäftigte sich mit dem Thema, ob Nervenschäden aufgrund von AZT regeneriert werden können. Nach dem Ergebnis dieser Studie war Acetyl-Carnitin diesbezüglich eine sehr viel versprechende Substanz.
  • Bittermelone (Momordica charantia): verschiedene Einzelfallberichte weisen darauf hin, dass ein Extrakt aus Bittermelonen das Immunsystem bei HIV-Patienten deutlich stärken kann.
  • Lactoferrin: ebenfalls aus dem Jahr 2007 stand eine Studie, wonach Lactoferrin (eigentlich ein Entzündungsmarker für Darmentzündungen) bei Kindern mit HIV-Infektion die Differenzierung der T-Lymphozyten stimulierte.
  • Süßholzwurzel: die chemisch aktive Komponente „Glycyrrhizin“ hemmte laut einer japanischen Studie von 2003 signifikant die Virusvermehrung der HIV-Viren in Blutzellen.
  • Neem: eine Studie aus dem Jahr 2009 legt dar, dass ein Extrakt aus Neem-Blättern sowohl Malaria als auch die Vermehrung von HIV-Viren hemmt.
  • Selen: diese Studie stammt aus dem Jahr 2007: die Nahrungsergänzung mit Selen hemmt die Vermehrung und Ausbreitung der HIV-Viren und trägt gleichzeitig die Bildung neuer CD4-Zellen an.

Eine Studie, die in 2012 in Nigeria veröffentlicht wurde, stimmt besonders hoffnungsvoll: Laut hier kann ein Extrakt aus Schwarzkümmelöl die HIV-Viren zumindest in der Theorie so bekämpfen, dass die Viruserkrankung nicht mehr nachweisbar ist. Zwar handelt es sich auch hier um einen Einzelfall, aber alleine die Hoffnung, was sich immunologisch gesehen durch die Einnahme tat, ist bemerkenswert. Hier der Link zu der Studie (leider in Englisch):

http://www.greenmedinfo.com/article/nigella-sativa-concoction-induced-sustained-seroreversion-hiv-patient

Ulmicher
Mein Fazit

Selbst über 30 Jahre nach seinem Erscheinen gibt es noch viele Hypothesen, Vermutungen um das HIV-Virus – und keineswegs sind alle Erkenntnisse gesichert. Doch immerhin gibt es Hinweise darauf, dass eine gesunde Lebensweise, in Verbindung mit einigen Nahrungsergänzungen und Naturheilmitteln sehr wohl in der Lage sein kann, das Virus aufzuhalten und damit die Krankheit zumindest hinauszuzögern - eventuell sogar gar nicht auftreten zu lassen!

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