Leukämie - Der heimtückische Blutkrebs!

Leukämie

Erst im Frühsommer 2014 erhielt Guido Westerwelle die Diagnose Leukämie. Die Folge: er zog sich aus der Politik und dem öffentlichen Leben zurück. Unterzog sich einer Chemotherapie. Einige Monate später die Erfolgsmeldung: „Guido Westerwelle ist geheilt!“

Doch die Freude über den Erfolg blieb nur kurz. Der Grund: Fast immer überleben einige kranke Zellen. So auch bei Guido Westerwelle. Der Krebs kam wieder. Am 17. März verstarb Guido Westerwelle an einer Lungenentzündung. Die Lungenentzündung wiederum war die Folge eines stark geschwächten Immunsystems. Eines der Markenzeichen einer Leukämie.

Leukämie: was ist das und wie beginnt diese Erkrankung?

Leukämie ist eine Blutkrebserkrankung. Blutkrebs unterscheidet sich von soliden Tumoren dadurch, dass die erkrankten Zellen sich mit dem Blut frei im Körper bewegen können. Bei Leukämie kommt es zu einer massenhaften Bildung unreifer, weißer Blutkörperchen. Diese weißen Blutkörperchen können ihre natürlichen Funktionen nicht wahrnehmen. Was aber noch viel schlimmer ist: es kommt kaum noch zur Reifung weißer und roter Blutkörperchen.

Die wichtigsten Folgen: Anämie, stark reduziertes Immunsystem, Gerinnungsstörungen. Die Krankheit beginnt mit Fieber, Abgeschlagenheit, nächtlichem Schweiß und Blutungen, wie beispielsweise Nasenbluten. Je nach Art der Betroffenen Blutzellen unterscheidet bei der akuten Leukämie die „akute lymphatische Leukämie“ (ALL) und die „akute myeloische Leukämie“ (AML) voneinander. Pro Jahr enthalten etwa 12.000 Erwachsene Männer und Frauen in Deutschland diese Diagnose.

Sie ist sozusagen ein Paradoxon: obwohl massenweise Blutzellen gebildet werden, kann das Blut seinen eigentlichen Aufgaben kaum noch nachkommen. Es kommt zu Anämie und damit Sauerstoffmangel im Gewebe. Die Patienten sind hochgradig geschwächt. Das Immunsystem ist deutlich reduziert und es kommt zu Fieber und hoher Infektanfälligkeit. Außerdem ist die Blutgerinnung gestört.

Leukämie: ist eine Chemotherapie erfolgreich?

Die Chemotherapie (Zytostatika-Therapie) ist bei dieser nicht-soliden Krebsform in der Medizin die Therapie der ersten Wahl. Sie ist relativ gesehen erfolgreicher als bei soliden Tumoren, beispielsweise Brust- oder Darmkrebs. Allerdings sind die bei einer Chemotherapie eingesetzten Zellgifte ein sehr starker Stressfaktor, die eine Wiedererkrankung fördern können. Leukämien sind sogar als potentielle Nebenwirkung bei verschiedenen Arten von Chemotherapie gelistet.

Auch ist der Erfolg nur selten dauerhaft: oft überleben einige Zellen, so dass man sich nach einer Chemotherapie niemals in Sicherheit wiegen kann. Dann ist die Möglichkeit einer Stammzellentransplantation gegeben. Die Schwierigkeit bei diesem Verfahren ist es, einen geeigneten Spender aufzutreiben. Die Stammzellentransplantation kann oft nachhaltig helfen, ist aber mit hohen Risiken verbunden. Der Eingriff ist nicht gerade eine Kleinigkeit. Die Stammzellentransplantation macht eine sehr starke Immunsuppression erforderlich. Das Immunsystem muss unterdrückt werden. Dabei besteht ein hohes Risiko von Infektionen.

Wie man es dreht und wendet: die Therapie in der Medizin ist mit hohen Risiken behaftet.

Leukämie: was sind mögliche Risikofaktoren?

Aus medizinischer Sicht sind die Risikofaktoren für Leukämie noch unklar: neben radioaktiver Strahlung und Gammastrahlung werden Benzol-Verbindungen, einige Umweltgifte sowie immunsuppressiven Medikamente oder Medikamente gegen Krebs und das Rauchen als Hauptursachen diskutiert. Die genetische Disposition mag eine Rolle spielen, ihr Einfluss wird allerdings häufig überschätzt.

Daneben haben wir in der Naturheilkunde noch einige weitere Risikofaktoren im Auge:

  • Neben starker Strahlung wie Gamma- oder Röntgenstrahlung gilt in der Naturheilkunde allgemein technische Strahlung als Risikofaktor. Hier entscheidet weniger die Stärke der Bestrahlung als vielmehr die Dauer als chronischer Stressfaktor, der das Immunsystem unterdrückt.
  • Chlorierte Kohlenwasserstoffe: diese Substanzen finden sich in organischen Lösungsmitteln, Verdünnern, Schmierstoffen und sonstigen Chemikalien, die für technische Belange eingesetzt werden. Auch die Ausdünstungen beispielsweise von Möbeln und Auslegewaren können unter Umständen eine Rolle spielen.
  • Viele Pflanzenschutzmittel sind ebenfalls im Verdacht, das Risiko für eine Leukämie zu erhöhen.
  • Außerdem sind künstliche Süßstoffe wie beispielsweise Sucralose (Splenda) in letzter Zeit in die Verdachtsliste gekommen. Gerade bei diesem Süßstoff werden die Kohlenstoffverbindungen des normalen Haushaltszuckers durch Chloratome ersetzt, die im Körper bzw. im Verdauungstrakt freigesetzt werden. Obwohl es hierzu noch keine Studien gibt, bleibt der Verdacht weiterhin auf dem Radar naturheilkundliche tätiger Therapeuten. Erste Studien bezüglich einer toxischen oder umweltmedizinisch relevanten Wirkung sind bereits veröffentlicht1-
  • der chronische Missbrauch von Schmerzmitteln (Paracetamol) könnte das Risiko für Leukämie ebenfalls erhöhen2-

Leukämie: kann man sie zumindest ergänzend naturheilkundlich therapieren?

Einige Substanzen aus der Naturheilkunde entfalten viel versprechende positive Wirkungen bei der Therapie von Leukämie: sie verstärken entweder die positiven Effekte einer Chemotherapie und mildern dabei gleichzeitig die Nebenwirkungen ab. Oder sie stärken das Immunsystem. Hier die wichtigsten:

  • Curcumin: Curcumin unterstützt die Wirkungen einer Langzeit-Chemotherapie mit dem Medikament „Imatinib“ bei chronischer Leukämie3-
  • Grüntee-Extrakt: der grüne Tee hat viele zellschützende, antioxidative und gegen Krebs wirkende Eigenschaften. In einer Studie aus dem Jahr 2000 wird den sekundären Pflanzenstoffen in grünem Tee eine Wirkung gegen Leukämie bescheinigt4-
  • Hochdosis-Vitamin C: in einer Studie aus dem Jahr 2009 wurde nachgewiesen, dass Mangel an Vitamin C und zusätzliche intravenöse Zufuhr von Vitamin C signifikante Auswirkungen auf den gesundheitlichen Status von Leukämie-Patienten hatte5-
  • Lactoferrin: der Entzündungsmarker hat einen Effekt, der das Immunsystem fördert. Bei Patienten mit einer Neutropenie (starke Abnahme von bestimmten weißen Blutkörperchen) wurde das Immunsystem während einer Chemotherapie gefördert, Infekte hatten eine kürzere Dauer6-

(Quellen:

1: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21955350

2: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21555699

3: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21844132

4: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10744042

5: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19284416

6: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2497005 )

 

Darüber hinaus ist bekannt, dass allgemein Ausdauersport sowie eine Ernährung, die arm an Zucker und dichten, raffinierten Kohlenhydraten ist, das Risiko für eine Leukämie senkt.

 

Ulmicher
Mein Fazit

Allgemein haben eine gesunde Lebensweise sowie der Verzehr chlorophyllreicher Nahrungsmittel, fermentierter Nahrungsmittel und eine regelmäßige Aufnahme sekundärer Pflanzenstoffe aus naturbelassenen Nahrungsmitteln und Gewürzen einen positiven Effekt auf eine bereits bestehende Leukämie sowie das Potenzial zur Prävention, also Vermeidung dieser Erkrankung. Darüber hinaus sollte man einen Bogen um Pflanzenschutzmittel sowie um Chemikalien auf Mineralölbasis machen.

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