Hepatitis - gibt es Hilfe aus der Naturheilkunde?

Hepatitis

Hepatitis ist eine dieser infektiösen Erkrankungen, der man in der Schulmedizin kaum Herr wird. Das liegt daran, dass die infektiöse Hepatitis durch Viren übertragen wird. Viren sind in der Medizin ein ganz schwieriges Thema. Zwar existieren Therapien, diese sind allerdings nicht besonders effizient und / oder mit gravierenden Nebenwirkungen verbunden.

Hepatitis: was ist das für eine Erkrankung und wie unterteilt sie sich weiter?

Hepatitis ist eine entzündliche Erkrankung der Leber, die entweder durch eine Virusinfektion ausgelöst wird oder sich in chronischer Form als Folge anderer Erkrankungen einstellen kann. Von der infektiösen Form der Hepatitis existieren fünf verschiedene Varianten:

Die Hepatitis A wird durch Tröpfchen- bzw. Schmierinfektion übertragen. Am häufigsten stellt sie sich ein nach dem Genuss roher Speisen im Allgemeinen sowie roher Meeresfrüchte im speziellen. Die Hepatitis A holt man sich im Allgemeinen bei Reisen in tropische, subtropische und sogar mediterrane Länder. Eisliebhaber können aufatmen: beim Genuss von Eiscreme kommt es nur sehr selten zu einer Infektion.

Hepatitis B wird im Gegensatz zur Hepatitis A über das Blut übertragen, beispielsweise durch eine Transfusion. Auch sie mündet nur selten in einer chronischen Form. Wenn sie chronisch wird, ist sie allerdings schwerwiegend und auch schwierig zu behandeln.

Auch die Hepatitis C wird über das Blut übertragen. Sie geht allerdings häufig in eine chronische Verlaufsform über, bei der es langfristig zu Schädigungen der Leber immer sogar zur Leberzirrhose (Verhärtung und Funktionsverlust von Lebergewebe) kommen kann. Sie benötigt ein besonders gründliches und ausgeklügeltes Vorgehen.

Die Hepatitis D ist in sich „unvollständig“ und kann nur dann auftreten, wenn bereits eine Hepatitis B vorliegt. In Kombination führt sie allerdings zu besonders schweren und chronischen Verlaufsformen. Sie kommt vor allen Dingen bei Drogenabhängigen vor.

Hepatitis E war bis vor wenigen Jahren noch recht selten und kam allenfalls in bestimmten Regionen Lateinamerikas und Zentralasiens zuvor. Leider gibt es mittlerweile auch in Mitteleuropa immer wieder Infektionen, und zwar in Zusammenhang mit dem Verzehr von rohem Fleisch (Mett).

Die nichtinfektiöse Hepatitis kann sich als Folge chronischen Alkoholmissbrauchs, von Drogen und Medikamenten sowie als Folge von Stoffwechselerkrankungen sowie Erkrankungen von Bauchspeicheldrüse, Leber und Gallenwegen einstellen. Die nicht infektiöse Hepatitis verläuft grundsätzlich chronisch und kann unbehandelt zu Schädigungen der Leber führen, ja sogar zu Leberkrebs.

Hepatitis: so wird sie in der Schulmedizin therapiert

Ein Arzt, der Ihnen eine Hepatitis diagnostiziert, wird Ihnen in erster Linie Ruhe und Schonung verordnen. Dazu eine leicht verdauliche Kost, striktes Alkoholverbot und bei chronischen Verlaufsformen einer Virus-Form von Hepatitis folgende Medikamente:

  • Interferone, die das Immunsystem anregen
  • Virustatika, die gezielt gegen die Viren vorgehen sowie so genannte
  • „Nukleotid-Analoga“

Seit 2014 werden bestimmte Interferone und Virustatika miteinander kombiniert, um gerade bei der chronischen Hepatitis C die Heilungschancen zu erhöhen. Aktuell fehlen noch Langzeiterfahrungen. Die Behandlung mit Virustatika geht allerdings mit nicht unerheblichen Nebenwirkungen einher. Gefühle eines akuten Infekts, allergische Reaktionen, psychische Veränderungen, hormonelle Störungen und Haarausfall gehören zu den möglichen Folgen.

Chronische Hepatitis - gibt es Hoffnung aus der Naturheilkunde?

Bei der naturheilkundlichen Therapie der chronischen Hepatitis fällt der Augenmerk auf zwei Substanzen: Naringenin, ein Bitterstoff, der am Rand der Schale von Grapefruits vorkommt, hat in verschiedenen versuchen erhebliche virushemmende Wirkungen bei Hepatitis C an den Tag gelegt. Allerdings hat das ganze einen Haken: selbst beim Verzehr mehrerer Grapefruits oder beim Trinken von Grapefruitsaft erreicht man bei weitem nicht die Konzentration an Naringenin, die für eine virushemmende Wirkung notwendig ist. Bisher wird die Substanz von einigen Firmen in den USA als Nahrungsergänzung vertrieben.

Die zweite pflanzliche Hoffnung bei der Behandlung chronischer Hepatitis-Erkrankungen kommt aus dem fernen China und hört auf den Namen Oxymatrin. Es handelt sich um einen Extrakt aus „Sophora flavescens“, einer in der traditionellen chinesischen Medizin gebräuchlichen Pflanze. Sie hat bisher aufgrund ihres außergewöhnlichen Potenzials, den Haarwuchs anzuregen, von sich reden gemacht. Oxymatrin hat in einigen kleineren chinesischen Studien eine starke Virus bekämpfende sowie das Lebergewebe regenerierende Wirkung gezeigt. Diese lag um etwa 200 % höher als die bekannter Kombinationen von Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und Alpha-Liponsäure.

In der traditionellen chinesischen Medizin ist die Wurzel von Sophora flavescens, dem Schnurbaum, unter der Bezeichnung „Ku Shen“ bekannt. Nähere Informationen finden Sie hier.

Hepatitis: das sollten Sie auf jeden Fall tun!

Egal ob bei der akuten oder bei der chronischen Form: wenn Sie Ihren Körper unterstützen möchten, sollten Sie ihm vor allen Dingen Antioxidantien liefern: Vitamin C, B-Vitamine, Alpha-Liponsäure, Enzyme und Bitterstoffe, sogenannte „Alkaloide“. Diese stecken vor allen Dingen in grünen Salaten, Blattgemüse und Sprossen.

Ebenso ist es positiv, Magen, Darm und Bauchspeicheldrüse in der Arbeit zu unterstützen. Okoubaka, gewonnen aus der Rinde eines westafrikanischen Baums, unterstützt die Bauchspeicheldrüse in ihrer Funktion. Glutamin, eine Aminosäure, stärkt die Darmschleimhaut. Probiotika und Enzympräparate in Kombination mit geringen Mengen an Heilerde entgiften den Darm, optimieren seinen Stoffwechsel und entlasten so die Leber!

Sie sollten bei keiner Form der Hepatitis große Mengen an Fett verzehren. Achten Sie vor allen Dingen auf die richtigen Fette: eine gute Kombination aus verschiedenen Omega-3-Fettsäuren und „Caprylsäure“, einer mittelkettigen Fettsäure, die in Kokosöl enthalten ist.

Machen Sie außerdem einen Bogen um Alkohol, verringern Sie Fruchtzucker auf weniger als 25 g pro Tag und vermeiden Sie allgemein schwer Verdauliches. Was das Thema Medikamente anbelangt: nahezu alle Medikamente belasten die Leber. Deswegen sollten Sie die Medikamente, die Sie nicht speziell gegen die Hepatitis einnehmen, auf ihren Nutzen und ihre Notwendigkeit (bei einem entsprechend geschulten Arzt) überprüfen lassen!

Ulmicher
Mein Fazit

Eine akute Hepatitis - egal welcher Form - sollten Sie nicht unterschätzen. Vermeiden Sie Alkohol, größere Mengen Fruchtzucker und nicht unbedingt benötigte Medikamente. Können Sie Ihrem Körper viel Ruhe sowie eine leicht verdauliche Kost, die reich an Antioxidantien ist. Bei der chronischen Form der Hepatitis sollten Sie neben den notwendigen medizinischen Maßnahmen Ihre Leber in jedem Fall naturheilkundlich unterstützen!

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