So lindern Sie effektiv Psoriasis!

Psoriasis

Psoriasis ist eine der häufigsten, chronischen Hauterkrankungen. Der Ausdruck „Psoriasis“ leitet sich vom griechischen „psorein“ für „kratzen“ ab. Die Hauterkrankung „Krätze“, als Folge eines Kontaktes mit Krätzmilben, konnte lange Zeit nicht von der Psoriasis abgegrenzt werden. In der klassischen Homöopathie kennt man das „Psora“ – Miasma, nachdem Menschen, die von der Krätze betroffen waren, ihren Nachkommen eine gewisse Disposition zu Hauterkrankungen vermitteln. Diese Aussage der Homöopathie ist in der wissenschaftlichen Medizin natürlich umstritten.

Um Homöopathie soll es an dieser Stelle allerdings weniger gehen. Ein echter Homöopath arbeitet immer individuell, daher kann man in einem Newsletter keine pauschalen Empfehlungen für bestimmte homöopathische Mittel geben. Es gibt aber einige Ansätze aus der Naturheilkunde, die Linderung für Psoriasis versprechen.

Psoriasis - eine systemische Erkrankung

Es ist ein Fehler, die Psoriasis nur auf die Haut zu reduzieren. Die typischen Hautausschläge, die ihr den deutschen Namen „Schuppenflechte“ eingebracht haben, sind nur ein Aspekt einer Psoriasis-Erkrankung. Psoriasis ist eine systemische Fehlfunktion des Immunsystems und kann in einigen Fällen auch auf die Gelenke übergreifen. Bei Betroffenen spricht man von einer Psoriasis-Arthritis. Damit zählt die Psoriasis im weiteren Sinne durchaus zu den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.

Eine gewisse Veranlagung kann man bei den meisten Betroffenen nicht in Abrede stellen. Es sind aber meist immunologische Faktoren, die letzten Endes eine Erkrankung auslösen. Dazu zählen Infekte, Darmprobleme, Allergien und Belastungen mit Umweltgiften - beispielsweise Schwermetallen. Die Krankheit ist chronisch und gilt seitens der Medizin als nicht heilbar.

Dennoch gibt es einige viel versprechende Maßnahmen aus der Naturheilkunde, die Erkrankung zu lindern und das Immunsystem zu stabilisieren. Hier die wichtigsten:

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Eine systemische, richtig durchgeführte Darmsanierung lindert Psoriasis

Viele Laien, leider Gottes auch einige Behandler, verstehen unter einer Darmsanierung „die Einnahme von guten Darmbakterien“. Das ist aber nur ein kleiner Teil einer Darmsanierung. So genannte Probiotika wirken nämlich nahezu ausschließlich auf den Dickdarm. Probleme mit dem Immunsystem haben aber auch einen Ursprung im Dünndarm. Die Darmschleimhaut des Dünndarms muss stabilisiert werden, damit das angrenzende Immunsystem nicht so stark provoziert wird. Hier sind fettlösliche Vitamine, eine Sanierung von Leber und Bauchspeicheldrüse sowie die Balance gesunder Fettsäuren wichtig:

Vitamin D kann und sollte man immer ergänzen, vor allen Dingen während der Wintermonate. Es balanciert und koordiniert das Immunsystem. Was aber viele nicht wissen: Vitamin A ist fast genauso wichtig! Vitamin A unterstützt die Ausbildung und Differenzierung der Schleimhautzellen des Dünndarms. Vitamin E, ebenfalls ein fettlösliches Vitamin, ist ein wichtiges Antioxidans und schützt die Zellen.

Indem man Leber und Bauchspeicheldrüse unterstützt und entgiftet, verbessert sich der Enzymhaushalt. Hilfreich sind zum Beispiel Artischocke, Mariendistel, Okoubaka und interessanterweise homöopathisiertes Cholesterin – z.B. in der Potenz D6.

Mit diesen Maßnahmen stärkt man die Barrierefunktion der Schleimhaut des Dünndarms, was positive Auswirkungen auf das gesamte Immunsystem und den Stoffwechsel hat. Die Hauterkrankung kann quasi von innen heraus gelindert werden!

Medizinische Darmbakterien, die genannten Probiotika, sind natürlich auch wichtig. Sie stellen 80 % des Immunsystems des Dickdarms dar und sorgen dafür, dass die Leber nicht unnötig mit Stoffwechselgiften belastet wird.

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Den Fettstoffwechsel optimieren

Man kann es nicht oft genug betonen: das richtige Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren ist wichtig für eine Koordination des Immunsystems. Mit einer normalen Ernährung bekommen Sie im Verhältnis zu viele Omega-6-Fettsäuren. Dies wirkt eher entzündungsfördernd. Besonders die Fettsäure „Arachidonsäure“ sollten Sie vermeiden. Arachidonsäure ist in Schweineschmalz, Leber, der Haut von Geflügel, in Eigelb, in Thunfisch und in Leberwurst vorhanden. Viele Pflanzenöle enthalten zudem Linolsäure, die im Körper in Arachidonsäure umgewandelt werden kann. Auch diese Fettsäure sollte möglichst vermieden werden.

Eine zuckerreiche Ernährung kann dafür sorgen, dass vermehrt Arachidonsäure in Zellen eingeschleust wird und ist ebenfalls zu vermeiden.

Gleichzeitig sollte man die Zufuhr der langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA erhöhen. Als besonders hilfreich hat sich hier Krillöl erwiesen, das zudem noch ein Antioxidans namens „Astaxanthin“ enthält. Dieses hat ebenfalls positive Auswirkungen auf das Immunsystem.

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Von innen und außen bei Psoriasis: Kokosöl!

Gerade bei Hauterkrankungen wie Psoriasis, die häufig mit einer subtilen Fettstoffwechselstörung einhergehen, hilft Kokosöl gleich zweimal - nämlich von außen und von innen. Kokosöl enthält eine Fettsäure, die sich Laurinsäure nennt. Diese Fettsäure ist zwar eine gesättigte Fettsäure, aber eine mit vielen positiven Eigenschaften: unter anderem wirkt sie gegen Keime, Pilze und Bakterien, ja sogar gegen Viren. Neben der Hautpflege und Befeuchtung der Haut unterstützt Sie damit das Immunsystem der Haut.

Daher ist simples Kokosöl von außen auf die Haut aufgetragen sogar besser als die meisten Hautpflegemittel. Von innen leistet es sogar noch etwas mehr: Kokosöl kann sehr leicht über die Schleimhaut des Dünndarms aufgenommen werden und entfaltet auch im Dünndarm wieder mehrere positive Eigenschaften: der Dünndarm hat sein eigenes Milieu, das relativ arm an Keimen ist. Bei einem schlechten Immunsystem kann sich das jedoch ändern. Kokosöl hingegen geht auch im Darm gegen bestimmte Erreger vor und kann damit helfen, die Keimzahl klein zu halten. Außerdem stärkt und nährt es die Darmschleimhaut durch seine mittelkettigen Fettsäuren direkt.

Dadurch wird das darmassoziierte Immunsystem entlastet. Das ist zwar noch keiner Heilung, aber eine gewisse Linderung, die sich an anderen Schleimhäuten und auf der Haut bemerkbar macht - vor allen Dingen längerfristig angewendet!

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Sonne und Salz - aber in der richtigen Dosierung helfen bei Psoriasis!

Bereits seit mehreren Generationen wird Betroffenen dieser schrecklichen Hauterkrankung ein Aufenthalt am Toten Meer empfohlen. Die drei Faktoren, die bioklimatisch gesehen am Toten Meer ineinandergreifen: Sonne, Salz und weitest gehende Freiheit von Allergenen.

Der Salzgehalt des Toten Meeres ist sechsmal so hoch wie der des Mittelmeeres. Unter den Ozeanen zählt das Mittelmeer schon zu den salzreichen. In Wasser vom Toten Meer ist so viel Salz, dass auch Nichtschwimmer ohne Probleme auf dem Wasser treiben können. Es sollte nur kein Meerwasser in die Augen gelangen! Dazu kommen die spezifische Mineralstoffzusammensetzung dieses Wassers sowie die Atmosphäre in der unmittelbaren Umgebung. Auch hier greifen wieder mehrere Faktoren ineinander:

a) Die Senke des Toten Meeres liegt knapp 400 m unter dem Meeresspiegel. Das verändert die Atmosphäre und die Sonneneinstrahlung. Die Sonneneinstrahlung enthält in diesem Gebiet geringere UV-B-Anteile und damit weniger „harte“ ultraviolette Strahlung - ist aber dennoch aufgrund des hohen Sonnenstandes sehr intensiv. Es gibt inzwischen sogar Sonnenstudios, deren Sonnenbetten diese Strahlung exakt nachahmen. Strahlung von diesem Spektrum und dieser Intensität hat sich als besonders wohltuend bei Psoriasis-Patienten erwiesen.
b) In der unmittelbaren Umgebung des Toten Meeres finden sich zwar Salz-Aerosole, aber so gut wie keine von Pflanzen. Es gibt keine potentiellen Allergene, die die Atemwege, die Schleimhäute und damit indirekt auch die Haut reizen können. Im Gegenteil sind die Aerosole wie in einem Salzstollen wohltuend für die Atemwege, entlasten damit das Immunsystem - und helfen indirekt auch bei Psoriasis!
c) Natürlich das Salz selbst! Auch die Salzbäder werden ja mittlerweile in Psoriasis-Zentren „imitiert“.

Zwar kann sich nicht jeder einen Aufenthalt am Toten Meer leisten, man sollte es jedoch nicht versäumen, in einem „Psoriasis-Zentrum“ nach dieser Licht- und Salztherapie zu fragen!

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Einer der Stars der modernen Naturheilkunde ist bei Psoriasis besonders empfehlenswert: Curcumin

Last, but not least: es gibt viele positive Studien, wie die Extrakte sekundärer Pflanzenstoffe positiv auf chronische Entzündungsprozesse einwirken. Einer der am besten untersuchten Stoffe diesbezüglich ist Curcumin, ein Extrakt aus der Kurkuma-Pflanze, die ihrerseits wiederum zu den Ingwergewächsen zählt.

Curcumin wirkt auf mehreren Ebenen entzündungshemmend. Dabei entfaltet es durchaus in einigen Bereichen eine Cortison-ähnliche Wirkung, allerdings ohne dessen Nebenwirkungen. So hemmt Curcumin die „Cyclooxigenase“, ein Enzym, das Entzündungen hervorruft oder verstärkt. Außerdem hemmt es verschiedene Botenstoffe des Immunsystems, die eine Entzündung übermitteln: unter anderem „NF-Kappa-B“, das Interleukin 6 und allen voran den schon fast „berühmt-berüchtigten“ Tumornekrosefaktor Alpha.

Da Psoriasis in 5 % aller Fälle auch auf die Gelenke übergreift und zu einer Psoriasis-Arthritis führt, sollte Curcumin im Mittelpunkt der Behandlungsbemühungen stehen. Es sind nämlich eindeutig positive Wirkungen auf verschiedene Rheumaformen nachgewiesen. Darüber hinaus ist noch zu sagen, dass Curcumin auf die Nebennierenrinden und den Cortisol-Stoffwechsel einwirkt und so indirekt den Effekt von (wie auch immer geartetem) Stress auf den Organismus hemmt.

Psoriasis: einige Gemeinsamkeiten, viel Individuelles in der Therapie

Natürlich führt in einigen Fällen kein Weg an einer medizinischen, entzündungshemmenden Therapie vorbei. Insgesamt jedoch ist zu sagen, dass die Naturheilkunde bei Psoriasis durchaus recht gut aufgestellt ist. Über die besprochenen Möglichkeiten hinaus sind die Wege zur Linderung der Symptome sehr verschieden. Individuell haben sich beispielsweise unterschiedliche Nahrungsergänzungen (v.a. Antioxidantien) sowie unterschiedliche Hautpflegeprodukte bewährt!

Ulmicher
Mein Fazit

Psoriasis ist eine hartnäckige, chronisch verlaufende Hauterkrankung, die eine dauerhafte therapeutische Unterstützung notwendig macht. Allerdings erzielen vollständige Konzepte, beispielsweise der Darmsanierung, oft einen tief greifenden und nachhaltigen Erfolg, wenn diese nur konsequent durchgezogen und in all ihren Teilaspekten berücksichtigt werden. Besonders sollte das Auge gerade bei Psoriasis auf dem oft etwas vernachlässigten Fettstoffwechsel des Körpers liegen!

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