Radioaktivität – Wie groß ist die Gefahr wirklich?

Radioaktivität

Radioaktivität – ein immer aktuelles Thema. Es ist doch erstaunlich, wie schnell 100.000 Jahre vergehen. Harrisburg, Tschernobyl und vor vier Jahren Fukushima. Drei schwere Atomunfälle in einer Zeitspanne von nicht 200.000, sondern von 35 Jahren. Die Bedrohung durch Radioaktivität ist also immer ein Thema – leider eines, das so gut es geht verdrängt wird.

Was ist das eigentlich – Radioaktivität?

Radioaktivität ist eine Erscheinung instabiler Atomkerne. Diese setzen eine Strahlung frei, die „ionisierende“ Strahlung. Ionisierend heißt diese Strahlung deswegen, weil sie in der Lage ist, Elektronen aus anderen Atomen „heraus zu schlagen“ und sie damit in einen Zustand elektrischer Ladung überzuführen. Das klingt zunächst einmal kompliziert und hat scheinbar mit Gesundheit nichts zu tun. Hat es aber doch – eine ganze Menge.

Denn auch unsere Zellen bestehen letzten Endes aus Atomen. Durch ionisierende Strahlung ab einer bestimmten Stärke werden Zellen geschädigt. In der Medizin macht man sich diese Eigenschaft zu Nutze, um Tumorzellen zu schädigen. In der Krebstherapie kennt man dieses unter dem Begriff Strahlentherapie. Wer sich einmal einer Strahlentherapie unterziehen musste, der weiß, dass dies mit erheblichen Nebenwirkungen einhergeht.

Man unterscheidet verschiedene Formen von Radioaktivität: den Alpha-, Beta-und Gammazerfall. Darüber hinaus gibt es weitere Zerfallsarten wie beispielsweise die spontane Spaltung und den doppelten Protonenzerfall. Sie unterscheiden sich in ihrer Intensität und Ausbreitung sowie in der Fähigkeit, feste physikalische Körper zu durchdringen. Die Wirkung auf den menschlichen Körper ist je nach Intensität allerdings immer dieselbe. Alphazerfall beispielsweise ist auf sehr kurzer Distanz hoch intensiv, hat aber keine sehr hohe Reichweite.

Radioaktivität: Sie ist natürlicher Bestandteil unseres Lebens!

Bei dieser Einführung könnte man darauf kommen, Radioaktivität sei ein künstlicher, menschengemachter Prozess, der immer sehr schädlich ist. Das ist nicht korrekt. Getreu den Worten des Paracelsus kommt es auch hier auf die Dosis an, die das Gift macht. Natürliche Radioaktivität kommt überall vor und ist ebenso natürlicher Bestandteil unseres Lebens: zum Beispiel beim Zerfall von Radon. Oder auch in größerer Höhe, etwa bei einem Flug in 12 km Höhe. Und schließlich kommen Uran und – in Mini-Mengen – auch Plutonium in der freien Natur vor. Doch die Radioaktivität, die wir in der Natur kennen, ist für den Menschen ungefährlich.

Ab wann wird es gefährlich?

Der radioaktive Zerfall wird mit einer Einheit gemessen: Becquerel. 1 Becquerel heißt, dass pro Sekunde ein Atomkern radioaktiv zerfällt. Die für einen Menschen gesundheitlich relevante Strahlendosis hingegen wird in Sievert, oder korrekter: Mikrosievert, angegeben. Für Menschen gilt eine Dosis von ca. 80 Mikrosievert als gesundheitlich zumutbare Belastungsgrenze. Das entspricht zwei kompletten Computertomographien des Bauchraums. Unmittelbar nach dem Unglück von Fukushima maß man in der unmittelbaren Umgebung dieses Kernkraftwerks eine Belastung von 3100 Mikrosievert. Eine solche Dosis ist für Menschen in jedem Fall stark gesundheitsschädlich.

Belastet die ionisierende Strahlung, die bei einem Super-Gau freigesetzt wird, die Atmosphäre des gesamten Planeten? In der Tat ist es so, dass die Strahlenbelastung nicht spurlos an der gesamten Erdatmosphäre vorbeigeht. Dies ist dann der Fall, wenn radioaktive Elemente hoch genug in die Atmosphäre gelangen, dass sie mit den so genannten Jetstreams über die gesamte Erdatmosphäre verteilt werden. Die gesamte ionisierende Strahlung kann dann um den Wert 1,3-1,5 über den Wert der normalen, natürlichen Strahlung angehoben werden. Dies ist noch keine gefährliche Strahlendosis, macht aber die Komplexität des Problems klar. Eine nukleare Kettenreaktion könnte tatsächlich gefährlich für das Leben auf dem gesamten Planeten werden!

Was ist das Problem mit radioaktivem Jod?

Jod kommt natürlicherweise in unserer Schilddrüse vor und wird benötigt für den normalen Stoffwechsel. Daher ist es natürlich, dass sich Jod in der Schilddrüse anreichert. Das gilt natürlich für die radioaktive „Variante“, das so genannte Isotop, genauso wie für das stabile Jod. Radioaktives Jod unterliegt einem besonders intensiven Zerfallsprozess, hat aber im Gegenzug nur eine relativ kurze Halbwertszeit. Diese beträgt etwa eine Woche. Gelangt radioaktives Jod in die Schilddrüse, kann die freiwerdende Strahlung das Schilddrüsengewebe tatsächlich angreifen und zerstören. Die mittel- bis langfristigen Folgen: Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto oder sogar Schilddrüsenkrebs.

Im Rahmen des Reaktorunglücks von Fukushima wurde von verschiedenen Seiten empfohlen, Jod einzunehmen. Die Schilddrüse sollte dadurch mit Jod gesättigt werden und vor radioaktiven Jod geschützt. In Westeuropa jedoch war die Strahlenbelastung durch radioaktives Jod irrelevant. Jod bietet einen Schutz der Schilddrüse, wenn ein Reaktorunfall von ähnlicher Größenordnung in West- oder Mitteleuropa stattfinden sollte – was hoffentlich niemals der Fall sein wird!

Was sollten Flugreisende beachten?

Die mittlere Reiseflughöhe moderner Flugzeuge liegt zwischen 9 und 12 km Höhe. In dieser Höhe ist die Belastung durch ionisierende Strahlung höher als im Bereich des Erdbodens. Wer nicht häufiger als drei- oder viermal im Jahr eine Flugreise unternimmt, braucht nichts weiter zu beachten. Anders sieht es aus, wenn der Flieger regelmäßig Fernreisen vorgenommen werden.

Es gibt einige Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel, die in Grenzen schützend vor ionisierende Strahlung wirken bzw. helfen, radioaktive Elemente aus dem Körper zu schleusen. Neben Jod sind das:

  • Oligomere Proanthocyanidine (OPC, zum Beispiel in Traubenkernextrakt)
  • fermentierte Sojaprodukte (Miso)
  • lösliche Ballaststoffe, z.B. in Äpfeln (Inulin, Pektin)
  • EGCG (Epigallocatechingallat, ein sekundärer Pflanzenstoff in grünem Tee)
  • Curcumin, aus der Javanischen Gelbwurz
  • Anthocyane, aus Blaubeeren und Himbeeren
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Algenpräparate, wie Spirulina und Chlorella

Für die Praxis und langfristig empfehle ich die Einnahme von OPC und Curcumin, sowie den reichlichen Genuss von löslichen Ballaststoffen in Obst, Salaten und Gemüse für Menschen, die berufsbedingt einer erhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt sind: Piloten, Geschäftsreisende, Arbeitern in Kernkraftwerken sowie medizinischem Personal, das mit ionisierender Strahlung hantiert - dazu gehört übrigens auch Röntgenstrahlung!

Ein kleiner Hinweis: OPC ist blutverdünnend! Wenn sie blutverdünnende Medikamente einnehmen müssen, sprechen sie die Einnahme von OPC unbedingt mit Ihrem Therapeuten ab!

Ulmicher
Mein Fazit

Ja, ionisierende Strahlung und Radioaktivität stellen in unserer modernen Zeit ein nicht unerhebliches Gesundheitsrisiko dar. Natürlich sind Kernkraftwerke eine tickende Zeitbombe. Weitaus größere Probleme für den Einzelnen ergeben sich aber aus der Luftfahrt sowie aus der Medizin. In Grenzen können Sie Ihren Körper vor den Folgen radioaktiver Belastung schützen: vor allen Dingen OPC, Curcumin und lösliche Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe sind enorm wichtig für Menschen, die beruflich einer erhöhten Strahlenbelastung ausgesetzt sind!

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