Sodbrennen und Reflux - Was Ihnen wirklich hilft!

Sodbrennen

Allgemein gilt Reflux (im Volksmund Sodbrennen) als ein Zeichen für zu viel Stress. In unserer Zeit leiden viele Menschen unter Sodbrennen. Charakteristisches Symptom: ein brennendes, unangenehmes Gefühl das in die Speiseröhre hoch steigt und sich von dort unter Umständen gürtelförmig nach links und rechts ausbreitet.

 

Manchmal denkt man bei den Symptomen auch an Herzprobleme

Da dieses Brennen und dieser undefinierbare Druck sich auch in der Herzgegend ausbreiten können, benutzt man im englischen Sprachraum das Wort „Heartburn“, was wörtlich übersetzt: „Herzbrennen“ bedeutet. Obwohl die Symptome nichts mit dem Herzen zu tun haben, können sie doch Herzprobleme vorgaukeln.

 Ein Grund, in Panik zu verfallen? Eigentlich nicht - aber dann doch wieder ja. Denn auch, wenn das Herz nicht akut gefährdet ist können durch Sodbrennen langfristig gravierende gesundheitliche Probleme entstehen. Die man im Ansatz verhindern sollte. Zum Beispiel steigt das Risiko für Speiseröhrenkrebs, wenn die ätzende Magensäure in der Speiseröhre hoch steigt und immer wieder die Schleimhaut verletzt.

Strategien gegen Sodbrennen: Säureblocker oder Säurebinder?

In der Medizin wird, wie so oft, in erster Linie das Symptom bekämpft. Hier muss man säurebindende Medikamente und säureblockende Medikamente unterscheiden. Die ersten neutralisieren die Säure schlicht und ergreifend und sind rezeptfrei. Die letzteren, Medikamente wie Omeprazol oder Pantoprazol, verhindern die Bildung von Magensäure und werden vom Arzt verschrieben.

 In einigen Fällen ist die Verordnung von säureblockierenden Medikamenten sicherlich medizinisch notwendig. Doch nicht immer, wenn Sodbrennen besteht, ist tatsächlich auch „zu viel Säure“ schuld an dem Dilemma. Oft besteht ein völlig normaler, manchmal sogar ein erniedrigender Säurespiegel im Magen - und trotzdem kommt es zu Sodbrennen.

 Dies wissen nur Wenige, doch leider können einfache, säurebindende Mittel auch einigen Schaden anrichten - zum Beispiel das Darmmilieu und die Darmflora verändern, wodurch häufig noch mehr Probleme entstehen. Von dringenden, medizinisch notwendigen Fällen abgesehen ist die Einnahme dieser Präparate daher nicht die beste Strategie gegen Sodbrennen.

Die wahren Ursachen für Sodbrennen

  • Stress: der Stressnerv „Sympathikus“ schließt den Magenausgang. Bei länger verschlossenem Magenausgang kann Säure in die Speiseröhre hoch steigen und dort Sodbrennen verursachen.

  • Eine veränderte Darmflora: die stellt bestimmte Giftstoffe her, die dem Menschen schaden und das Darmnervensystem wie bei jeder anderen Art von Stress auch reagieren lassen.

  • Langes Sitzen: durch langes Sitzen und wenig Bewegung verspannt sich die Wirbelsäule, was zu Blockaden führt. Dadurch kann eine Art Starre der Verdauungsorgane auftreten, die Sodbrennen fördert. Zu guter Letzt natürlich…

  • Das falsche Essen: wer häufig reizende Stoffe wie Zucker, hohe Mengen an Salz, Kaffee aber vor allen Dingen Alkohol trinkt bzw. isst, leidet wesentlich öfter an Sodbrennen als jemand, der diese Speisen vermeidet.

Diese Aufzählung macht bereits klar, dass mit der Einnahme von säurehemmenden Medikamenten das ursächliche Problem nicht gelöst wird. Wer langfristig und nachhaltig wirklich etwas gegen Sodbrennen tun will, der muss sich an diese Ratschläge halten:

 

1

Niemals unter Stress Essen! Vor dem Essen entspannen!

Wissen Sie, wo her Magendruck und Völlegefühl kommen? Unter Stress gibt der Magen den Speisebrei nicht zur weiteren Verdauung frei, weil der Magenausgang durch den Stress blockiert! Das kann auch zu Sodbrennen führen und hat nichts mit „zu viel Magensäure“ zu tun. Essen Sie in Ruhe, Essen Sie ruhig und kauen Sie gut!

2

Die Wirbelsäule entspannen!

Ob Chiropraktik, Osteopathie, Dorn-Therapie, Yoga oder Wirbelsäulengymnastik: alles, was die Problemstellen an Brustwirbelsäule angeht, ist bei Sodbrennen dringend zu empfehlen. Lassen Sie sich von einem Trainer beraten oder vereinbaren Sie einen Termin mit einem entsprechend geschulten Therapeuten! Wenn Sie viel sitzen sollten: stehen Sie regelmäßig auf, räkeln, strecken und bewegen sich.

3

Sanieren sie ihre Darmflora!

Eine gesunde Darmflora produziert Entspannung und Wohlbehagen im ganzen Bauch - auch im Magen übrigens! Versorgen Sie ihren Darm mit löslichen Ballaststoffen und nehmen Sie eventuell eine Kur mit guten Darmbakterien (Probiotika) vor. Medizinische Probiotika sind von der Wirksamkeit den einschlägigen Joghurts im Supermarkt vorzuziehen! Wie auch immer, wenden Sie Präparate nicht ohne vorherige Beratung an.

4

Praktizieren Sie eventuell vorübergehend Trennkost

Durch verschiedene Stimulanzen wie Alkohol oder Zucker können Hormone und Nerven im Darm eventuell gestört sein. Dadurch ist die Entleerung des Magens nicht sehr gut koordiniert. Trennkost, also die Vermeidung von Stärke und Eiweiß in einer Mahlzeit, kann den Magen das verdauen leichter machen. Der Magenausgang gibt den Speisebrei schneller frei, die Magensäure kann nicht in die Speiseröhre aufsteigen!

Sie sollten sich aber in jedem Fall mit Eiweiß, Salz und Zucker in der Ernährung zurückhalten. Auch sollten Sie eine Zeit lang eher moderat würzen, d.h. nicht zu scharf essen. Übrigens: Milch hat sich zur Bekämpfung von Sodbrennen nicht bewährt, da Milcheiweiß die Säureproduktion eher anregt!

5

Falls Sie nachts an Reflux leiden - schlafen sie leicht erhöht!

Schon wenn der Oberkörper nur um wenige Grad erhöht liegt, kann nächtliches Sodbrennen sehr gut vermieden werden!

Ulmicher
Mein Fazit

Mit diesen Maßnahmen bekämpfen Sie Sodbrennen ursächlich und können so zur Heilung beitragen. Sie betreiben nicht nur Symptombekämpfung, sondern gehen der Sache auf den Grund. Wie bei allen natürlichen Maßnahmen, müssen Sie einige Wochen Geduld aufbringen, bis sie richtig wirken!

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