Tuberkulose – die unterschätzte Gefahr!

Tuberkulose

Tuberkulose: kaum erwähnt, ignoriert, jedoch die größte Infektionskrankheit weltweit. Ob Ebola, Schweinegrippe oder Zika-Virus: tagtäglich konfrontieren uns die Medien mit den Schreckensmeldungen über neue Infektionskrankheiten, die angeblich zur Pandemie mutieren können und große Teile der Weltbevölkerung bedrohen.

Aber versuchen Sie sich bitte einmal zu erinnern: wann haben Sie das letzte Mal etwas über Tuberkulose gelesen oder gehört? Ist es schon eine Weile her? Dann sind Sie in bester Gesellschaft. Denn über diese Infektionskrankheit hört und liest man so gut wie nichts. Aus dieser Tatsache darauf zu schließen, dass sie irrelevant sei, ist allerdings falsch. Tatsächlich ist die Tuberkulose die am weitesten verbreitete Infektionskrankheit weltweit. In einem lapidaren Satz zusammengefasst: ungefähr ein Drittel der Weltbevölkerung ist mit Tuberkulose infiziert.

Ja, Sie haben richtig gelesen - es sind tatsächlich mehr als 2 Milliarden Menschen! Einige mehr als bei der Ebola-Epidemie vom vorletzten Jahr, oder?

Was ist die Tuberkulose für eine Krankheit?

Die Tuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, die durch „Mykobakterien“ verursacht wird. Sie befällt größtenteils die Lunge, gelegentlich aber auch andere Organe. Robert Koch war die erste Person, die die Tuberkulose in 1882 beschrieben hat. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, beispielsweise durch Anhusten. Man unterscheidet die „offene“ Tuberkulose, wenn Bakterien im Speichel oder im Husten nachweisbar sind. Man spricht von potenziell offener Tuberkulose, falls die Bakterien in anderen Körpersekreten nachgewiesen werden können.

Besonders in tropischen und subtropischen Ländern sind Rinder eine mögliche Infektionsquelle. Die Erkrankung kann von Tier zu Mensch, aber auch von Mensch zu Tier übertragen werden. Je nach den allgemeinen Lebensumständen entwickeln zwischen 1 und 6 % aller mit Tuberkulose infizierten Menschen tatsächlich Krankheitssymptome. Viel davon hängt von der Ausgangslage des Immunsystems ab. Besonders Menschen mit einer Immunschwäche sind gefährdet, tatsächlich an der Infektion zu erkranken. Die Zahlen für die jährlichen Todesraten gehen stark auseinander. Schätzungen für die letzten Jahre liegen zwischen 1 Million und 3 Millionen Todesfällen jährlich. Dabei kommt es jährlich geschätzt zu etwa 10 Millionen Neuinfektion.

Tuberkulose-Erkrankung: diese Symptome sind möglich

Bei der Primärform der Tuberkulose bilden sich nach einigen Wochen kleine, entzündliche Herde in der Lunge. Bei einem gesunden Immunsystem werden diese von Zellen des Immunsystems eingeschlossen und abgekapselt. Man spricht von einer geschlossenen Tuberkulose, die nicht ansteckend ist, da keine Keime mehr nach außen treten können. Es entstehen keine weiteren Symptome.

Wird das Immunsystem nicht mit den Eindringlingen fertig, kann es sie nicht ab Kapseln. Es entstehen unklare Allgemeinsymptome, die sich bei vielen anderen Infektionen ebenfalls finden. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, leichtes Fieber, geschwollene Lymphknoten, Appetitlosigkeit sowie schleichender Gewichtsverlust sind die häufigsten Symptome einer aktiven Infektion. Die Temperatur ist nachmittags und abends am höchsten, nachts kommt es häufig zu Schweißausbrüchen und Hustenanfällen ohne oder nur mit wenig Auswurf.

Bei einer extrem geschwächten Abwehrlage können sich die Erreger über den gesamten Körper ausbreiten und fallen in aller Regel beide Lungenhälften. Diesen Zustand bezeichnet man als Miliärtuberkulose. Es kommt zu erhebliche Atemnot und Symptomen wie bei einer schweren Grippe. Zusätzlich kann sich eine Hirnhautentzündung (Meningitis) einstellen.

Außerhalb der Lunge sind folgende Organe am häufigsten betroffen: Haut, Skelett bzw. Wirbelsäule, Gehirn und Hirnhaut, Nieren, Nebennieren und Urogenitaltrakt sowie der Darm. Die Darm-Tuberkulose ist von ihren Symptomen durchaus mit einem Morbus Crohn bzw. einer Colitis vergleichbar, wenn das Immunsystem entsprechend geschwächt ist.

Tuberkulose: warum ist sie so weit verbreitet und kann nicht eingedämmt werden?

Die ungeheure Verbreitung der Tuberkulose und die offensichtliche Machtlosigkeit der Medizin gegen die Ausbreitung ist der klassische Stoff, aus dem Verschwörungstheorien sind. Im Prinzip ist eine Behandlung für die Tuberkulose verfügbar. Kostengünstig ist diese gerade nicht. So wird von Seiten der Medizin argumentiert, dass die sozialen Verhältnisse vieler Regionen bzw. der in ihnen lebenden Menschen einer flächendeckenden Behandlung im Weg stehen. Es wird eine Kombination mehrerer Antibiotika, der so genannten „Tuberkulostatika“ eingesetzt, die über einen langen Zeitraum gegeben werden müssen. Der Therapiezeitraum beträgt mindestens ein halbes Jahr. Die Behandlung ist insofern schwierig, als dass bei Fehlschlägen immer wieder Resistenzen entstehen können. Die Tuberkulostatika sind extrem teuer.

Tuberkulose: keine ausreichende Abnahme komplizierter Verläufe und Todesfälle

Seit drei Jahrzehnten gehen die Erkrankungsraten an Tuberkulose zwar zurück - allerdings trifft dies hauptsächlich auf die Infektionsraten zu, nicht aber auf die Anzahl komplizierter und unbedingt therapiebedürftiger Fälle sowie die Todesraten. Diese sind bei weitem nicht in dem Maß rückläufig wie die Anzahl der Ansteckungen.

Diese Entwicklung ist mit Sorge zu betrachten. Wir sind in Mitteleuropa keineswegs vor der erneuten Ausbreitung dieser Erkrankung sicher. Nach derzeitigem Stand erkranken allein in Deutschland pro Jahr etwa 4000 Menschen neu an der Tuberkulose. Zum Vergleich: das entspricht der Jahresrate einer schwach bis mäßig ausgeprägten Grippewelle!

Nach derzeitigem „offiziellem“ Stand bringt die Flüchtlingskrise keine nennenswerte Erhöhung der Neuerkrankungen mit sich. Dies kann sich aber jederzeit ändern.

Tuberkulose muss medizinisch therapiert werden!

Die Tuberkulose ist eine der Krankheiten, die unbedingt medizinisch therapiert werden müssen. Viele Heilpflanzen, die sich stärken auf das Immunsystem auswirken wie beispielsweise Echinacea, sind bei Erkrankungen wie Tuberkulose kontraindiziert. Bei der Tuberkulose kommt die Antibiotika-Kombinationstherapie zum Einsatz.

Nach erfolgreicher (!) medizinischer Therapie (und ohne Erregernachweis!) kann die Naturheilkunde tätig werden: beispielsweise im Sinne der Stärkung der Organe, der Verbesserung der Darmflora und der Reinigung und der Sanierung der entgiftenden Organe: Leber, Niere, Lymphe und Haut.

Ulmicher
Mein Fazit

Die Tuberkulose ist heute noch mit Abstand die schlimmste Infektionskrankheit. Ständige Nachrichtenmeldungen über verschiedene Grippeviren, dass „Zika-Virus“, Ebola und Co. verblassen im Grunde genommen gegen die schier unglaublichen Zahlen der Neuerkrankungen und der Todesfälle weltweit, wenn es um Tuberkulose geht. Die offiziellen Zahlen der Tuberkulose-Neuerkrankungen erreichen durchaus auch in Deutschland Werte, die sich mit denen einer durchschnittlichen Grippewelle vergleichen lassen. Daher sollte man die Tuberkulose als Infektionskrankheit auch hier keinesfalls ignorieren!

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