Wie Sie die typischen Urlaubskrankheiten vermeiden!

Urlaubskrankheiten

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er etwas erzählen!“ Sicherlich kommt Ihnen dieser Spruch bekannt vor. Nur sollten Sie nach einer Fernreise nicht unbedingt davon erzählen müssen, wie Ihnen ein heftiger Durchfall den Urlaub vermiest hat. Denn so etwas, oder eine andere Reisekrankheit, das fängt man sich schneller ein als gedacht! Um Impfempfehlungen für Fernreisen soll es jetzt weniger gehen, sondern vielmehr um die kleinen „Reisezipperlein“, und wie man diese vermeidet.

Wussten Sie, dass Sie sich in den Tropen eine Bombenerkältung holen können? Natürlich können Sie die auch vermeiden.

Fernreisen fängt meistens mit Fliegen an

... und so eine Flugreise hat einige Tücken, die es in sich haben. Da wäre zum Beispiel das vielfach missachtete Thromboserisiko. Das ist daher besonders hoch, da in den Flugkabinen während des Fluges eine extrem niedrige Luftfeuchte herrscht, und der Luftdruck dem in etwa 2.000 bis 2.500 Metern Meereshöhe entspricht.

Dadurch geht dem Körper schnell Flüssigkeit verloren, die Gefäße stellen sich enger (besonders in den Beinvenen) und der Blutfluss ist verlangsamt. Sie sollten auf jeden Fall reichlich trinken, vor allem während einer längeren Flugreise, die Füße regelmäßig beugen und strecken wie beim Wassertreten und immer mal in der Kabine auf und ab gehen.

Bestehen Sie auf einen Platz am Gang mit ausreichend Bewegungsfreiheit für Ihre Beine und vermeiden Sie während des Fluges möglichst Alkohol. Das sind die grundlegenden Maßnahmen, die Sie von sich aus tätigen können, um einer Thrombose vorzubeugen.

Weitere Maßnahmen, falls Sie zu einer „Risikogruppe“ gehören sollten (ältere Personen, Frauen, die die Pille einnehmen, Raucher, Personen mit Krampfadern) sollten unbedingt geeignete Maßnahmen mit dem Arzt absprechen. Eventuell sind Kompressionsstrümpfe eine Option, die sie bis 24 Std. nach dem Flug tragen.

Was tun gegen den Jetlag?

Wenn Sie durch mehrere Zeitzonen reisen, kommt es zum Jetlag, da sich der hormonelle Rhythmus der Zeitumstellung anpassen muss. Dies kann man abschwächen, indem man sich von seinem Essensrhythmus während des Fluges auf die Zielzeit einstellt, und indem man tryptophanreiche Nahrungsmittel zu sich nimmt, z.B. mit Dinkel oder Hirse, Mandeln, Cashews, Walnüsse, Erdnüsse, Ei oder Edamer.

Denn daraus wird Serotonin gebildet, und das wiederum wird in das „Schlafhormon“ Melatonin umgewandelt, sobald es dunkel wird. Und der Jetlag ist schneller überwunden.

Alles prima mit dem Klima?

Das Klima ist so eine Sache. Wir können ja in kürzester Zeit völlig unterschiedliche Klimazonen erreichen, und wer in den Herbstferien nach Dubai fliegt, sieht einer Temperaturdifferenz von rund 30 Grad ins Auge! Ob das gut geht?

In den warmen Ländern sind die meisten Hotels klimatisiert, aber nicht immer ist die Klimaanlage top gewartet – und das sollte das Mindeste sein! Gerade in feuchten Regionen der Tropen kann leicht Schimmel mit ins Spiel kommen. Dauerschnupfen, Atemwegserkrankungen und sogar allergische Reaktionen können die Folge sein.

Leider ein schlecht vor Ort beeinflussbares Phänomen, aber vor der Reise: Suchen Sie ein Online-Reiseportal auf und schauen sie nach Bewertungen ihres Zielhotels – öfter finden Sie auch Einträge wie „muffiger Geruch bei Betrieb der Klimaanlage“. Solche Hotels sollten Sie meiden!

Sie holen sich in den Tropen öfter einen Schnupfen als hierzulande, wenn Sie im Winter verreisen. Der Grund: Nicht genug, dass Sie sich an 31 Grad Außentemperatur und 75% Luftfeuchte „akklimatisieren“ müssen, Sie müssen auch noch die teilweise drastischen Wechsel zwischen klimatisierter Hotelluft und Außenluft ertragen.

Das überfordert das stärkste Immunsystem! Abhilfe schafft es, wenn Sie im Hotelzimmer die Klimaanlage erst dann betätigen, wenn Sie auch auf dem Zimmer sind. Aber aufgepasst: Sind Sie in einer Gegend, in der Moskitos ihr Unwesen treiben? Die werden ab 26°C deutlich „stechfreudiger“ als darunter!

Und was ist mit der Rache Montezumas?

Ein Dauerbrenner bei Reisen vor allen Dingen außerhalb Europas: „Koch es, schäl es, oder vergiss es!“ Das Waschen von Obst vor dem Verzehr ist nicht immer eine gute Idee – viele Regionen in den Tropen haben „aus der Leitung“ keine Trinkwasserqualität. Weswegen für die Zahnhygiene dann auch oft Karaffen mit „Extra Wasser“ für die Touristen da stehen.

Aber nicht immer hat beschleunigte Darmtätigkeit etwas mit irgendwelchen Keimen zu tun! Der so genannte „Reisedurchfall“ ist das Ergebnis einer vegetativen Fehlregulation. Dabei wird massenhaft Serotonin freigesetzt – und zwar im Darm. Der Darm „zieht Wasser“, es kommt zu Durchfällen. Auch ohne Viren, Bakterien und erst recht Parasiten.

Abhilfe kann hier ein Probiotikum schaffen, das Sie für die Reise mitnehmen können, das „Saccharomyces boulardii“, ein (nützlicher) Hefepilz, der Durchfälle gezielt eindämmt. Sehr Positives auf Reisen wurde auch von den „guten“ Kolibakterien Escherichia Coli Nissle 1917 berichtet. Präparatenamen wie immer auf Anfrage per E-Mail (a.ulmicher@gesundheits-brief.de) an mich.

Hier ist auch im Mittelmeerraum Vorsicht geboten!

Das Mittelmeer ist für die Breite ein sehr warmes Meer – und Meeresfrüchte wie Seeigel und Muscheln im Rohzustand recht oft mit Virushepatitis-Erregern belastet.

Vor dem Verzehr roher Meeresfrüchte auch in Spanien und Italien wird daher eindringlich gewarnt. Auf der anderen Seite, der Italiener liebstes Kind, das Gelato, ist extrem selten ein Infektionsträger. Besonders sicher ist die süße Nascherei in der „Urheimat“ der Eiscreme – auf Sizilien. Das Eis dort schmeckt nicht nur um Klassen besser als das beim „Italiener um die Ecke“ – die Infektionsgefahr ist auch geringer als 1:10.000.

Das Eis auf dem Italienischen Festland soll, was mir zu Ohren gekommen ist, nicht ganz so zuverlässig sicher sein. In meiner jetzt rund 12-jährigen Heilpraktikerzeit ist mir zweimal von einer Virushepatitis durch Eisgenuss auf dem Italienischen Festland zu Ohren gekommen, hingegen noch kein Fall aus Sizilien.

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Andreas_Ulmicher
Mein Fazit

Das Verreisen hat seine Tücken. Je weiter weg, umso problematischer wird es. Neben den klimatischen Unterschieden und den so genannten Jetlag (Müdigkeit aufgrund des Zeitunterschieds) sind vor allen Dingen Probleme mit der ungewohnten Kost, mit Alkohol und mit dem Wasser der jeweiligen Region zu beachten. Wichtig bei Fernreisen: Personen mit Thromboserisiko sollten vor der Flugreise ihre Vorsichtsmaßnahmen ergreifen!

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